Lugano ist ein hartes Pflaster für den FCSG

Traf auch schon gegen Lugano: Vielleicht kommt Itten gegen die Tessiner zurück.
Traf auch schon gegen Lugano: Vielleicht kommt Itten gegen die Tessiner zurück. © Michel Canonica/St.Galler Tagblatt
Der FC St.Gallen spielt am Donnerstag auswärts gegen Lugano. Nach zwei Siegen in Folge sind die Europa-League-Plätze in greifbarer Nähe. Trainer Peter Zeidler will davon allerdings noch nichts wissen. Dafür könnte Cedric Itten sein Comeback feiern.

In dieser Saison tut sich Grün-Weiss schwer gegen den FC Lugano. In den bisherigen drei Begegnungen konnte der FC St.Gallen nie gewinnen, ein Unentschieden zu Beginn der Saison war das höchste der Gefühle. «Wir wollen in Lugano endlich mal was holen», sagt Trainer Peter Zeidler und setzt damit die Marschrichtung fest. Gleichzeitig lobt er den Gegner für dessen taktische Stärke: «Vor dem Spiel gegen Thun am vergangenen Samstag hatten die Luganesi zehn Spiele am Stück nicht verloren.» Sechsmal endeten die Spiele aber auch unentschieden.

Für den FC St.Gallen geht es um viel. Nach zwei Siegen in Folge sind die Europa-League-Plätze näher als die Barrage, von der fast niemand mehr spricht. Platz 5 könnte dafür sogar reichen, wenn der FC Thun den Cupfinal gegen Basel gewinnt und in den Top 4 bleibt. Der Cupsieger ist direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert.

Platz 3 und 4 berechtigen zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation.

Geträumt wird nur nachts

Über eine mögliche Qualifikation für die Europa League will Zeidler nicht nachdenken. Auch wenn natürlich jeder von Europa träume. «Wir müssen konzentriert bleiben. Tagträumerei erlauben wir uns nicht», sagt der 56-Jährige. Die Mannschaft sei gut damit gefahren, nicht auf die Barrage oder internationale Plätze zu schauen und befinde sich in guter Verfassung. Dazu hätten die Siege gegen GC und Sion beigetragen.

Der TVO-Beitrag über die Lage des FC St.Gallen:

Auch über eine grössere Kaderplanung im Falle einer Qualifikation für die Europa League denkt er noch nicht nach: «Multitasking können nur Frauen. Mir reicht eine Aufgabe und das ist, die Mannschaft richtig vorzubereiten, sie einzustellen und Tipps zu geben. Den Rest schauen wir Ende Mai oder Anfang Juni.» Näher ist ihm das Spiel gegen Lugano. Mit einem Sieg könnte die bereits unwahrscheinliche Barrage definitiv vermieden werden. Doch Lugano ist ein hartes Pflaster für St.Gallen.

In Lugano hat St.Gallen das letzte Mal vor fast zwei Jahren gewonnen. (Bild: Fussballdaten.de)

Itten für Barnetta?

Die Mannschaft ist bereits am Mittwoch Richtung Tessin aufgebrochen. Im Bus dabei sein wird auch Axel Bakayoko. Der Stürmer musste gegen Sion wegen Magenproblemen vor der Pause ausgewechselt werden. Mittlerweile ist er wieder fit. Dereck Kutesa, der für ihn kam, lieferte jedoch ein tolles Spiel. Zeidler hat die Qual der Wahl. Er muss aber auch Matchwinner Tranquillo Barnetta ersetzen, der letzte Woche in der Schlussphase ein Traumtor erzielte. Bei seinem anschliessenden Torjubel zog er sein Trikot aus, wofür er die fünfte Gelbe Karte erhielt und damit gegen Lugano gesperrt ist.

Das könnte eine Gelegenheit sein, Cedric Itten zu bringen. Der junge Stürmer trainiert seit rund zwei Wochen wieder mit der Mannschaft und dürfte heiss darauf sein, gegen die Luganesi zu treffen. Im September zog er sich durch ein Brutalo-Foul des Lugano-Verteidigers Fabio Daprelà einen Kreuzbandriss zu. «Das ist eine Überlegung. Ob er am Donnerstag mit dabei ist, kann ich jetzt noch nicht sagen», sagt Zeidler. Ausgeschlossen sei es aber nicht. Ob die Geschichte des Bilderbuch-Comebacks von Cedric Itten wahr wird, erfahren wir am Donnerstag ab 20 Uhr, FM1Today und Radio FM1 berichten live.

(thc)


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