OASG-Besucher bevorzugen Hotels

Immer weniger Besucher zelten am OpenAir St.Gallen.
Immer weniger Besucher zelten am OpenAir St.Gallen. © St.Galler Tagblatt/Urs Bucher
Ist das Zelten im Sittertobel out? Immer mehr Festivalbesucher haben es lieber komfortabel und übernachten im Hotel statt auf dem Gelände. Obwohl das Zelten am OpenAir St.Gallen eine lange Tradition hat.

Seit 1977 zelten die OASG-Fans auf dem Gelände des Festivals. Selten ist der Zeltplatz auf dem gleichen Areal wie die Musikbühnen. Doch laut dem Veranstalter ist den Besuchern das Zelten zu wenig komfortabel und immer mehr übernachten lieber im Hotel. Wie das «St.Galler Tagblatt» schreibt, übernachteten vergangenes Jahr 60 Prozent der insgesamt 27’000 Gäste im Sittertobel – die niedrigste Zahl seit 2000. Zum Vergleich: 2008 waren es 87 Prozent.

Übernachtung, Frühstück und Schuhreinigung

Die Hotels Säntispark, One66 und sogar das Einstein empfangen dieses Wochenende Festivalbesucher. Letztes Jahr war das Hotel Einstein erstmals während eines OASG-Wochenendes ausverkauft. «Wir bieten seit etwa drei Jahren ein besonderes Angebot für OpenAir-Besucher mit Übernachtung, Frühstück und kostenloser Schuhreinigung», sagt Michael Vogt, General Manager Hotel Einstein, gegenüber dem «St.Galler Tagblatt».

«Wir wollten etwas Besonderes anbieten»

Auch das Hotel Säntispark ist voll ausgelastet und im One66 sind ebenso keine Zimmer mehr zu haben. Der Säntispark verkaufte sogar zwei sogenannte «2-Tages-Pass-Packages». Inklusive: Übernachtung, Tickets und «Goodie-Bag». «Wir wollten etwas Besonderes anbieten», sagt Graziella Micale, stellvertretende Rezeptionsleiterin des Hotels Säntispark. Auf Airbnb sind 75 Prozent der Unterkünfte für einen Gast, 84 Prozent der Unterkünfte für zwei bis drei Gäste und 92 Prozent der Unterkünfte für vier Gäste in St.Gallen für das OASG-Wochenende ausgebucht.

Jüngere Menschen gönnen sich mehr

Die Entwicklung sei auf die Verbesserung des öV zurückzuführen, sagt Sabine Bianchi, ehemalige Mediensprecherin des OpenAir St.Gallen. Weitere Gründe sind das Wetter und dass sich jüngere Menschen immer mehr gönnen.


(red.)


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