«Wir sind in der Heimat des Schlamms aufgewachsen»

Angela Mueller, 3. Juli 2017, 05:56 Uhr
Die vierköpfige britische Popband Bastille war eines der Highlights am Samstagabend im Sittertobel und ist den FM1-Hörern wohlbekannt. Ihr neuster Hit heisst Glory. FM1-Wachmacher-Moderatorin Nadja Bischof hat die vier Jungs getroffen.

Nadja: Seid ihr zum ersten Mal am OpenAir St.Gallen?

Dan Campbell Smith: Wir waren schon 2014 hier und haben direkt vor Imagine Dragons gespielt. Das war ein Erlebnis, vor allem weil es richtig stark regnete.

Ihr seit im März am US-Festival Coachella in Kalifornien aufgetreten. Dort ist es immer warm und alle sind schön herausgeputzt. Ist das nicht ein etwas gar krasser Gegensatz zu St.Gallen?

Dan: Beim Coachlla hat man vor allem das Problem, den Sand, der zusammen mit der Sonnencreme auf der Hut klebt, wieder los zu werden. Nein im Ernst, wir fühlen uns stärker auf europäischen Festivals zu Hause.

Und stören euch hier der Schlamm und die vielen schlecht angezogen Leute in Gummistiefeln und Regenkleidern nicht? 

Dan: Natürlich nicht, wir kommen aus England - sozusagen der Heimat des Schlamms. Wir sind im Schlamm und mit Gummistiefeln an den Füssen aufgewachsen!

Spielt ihr lieber an Festivals oder in Konzerthallen?

Dan: Wir lieben beides. Es macht Spass, Konzerte zu geben, bei denen die Fans jedes Wort mitsingen können. Wir mögen aber auch die Festivals, wo wir uns unter das Publikum mischen können, die Auftritte anderer Bands geniessen und neue Talente entdecken können.

Kyle: Ich mag es drinnen lieber, weil es erstens keinen Wind und Regen gibt, und man die Lichtshow besser steuern kann - und man garantiert trocken bleibt.

Das Video zum neuen Song «Glory» zeigt, wie ein Paar einen sorglosen Tag unterwegs verbringt - was ist die Botschaft des Clips?

Wir wollten ein Video, das die positive Stimmung des Songs wiederspiegelt - lebenshungrig, ein bisschen betrunken und vergnügt. Diesmal geht es nicht um den Tod. Teils waren die Fans richtig schockiert, dass nichts Schlimmes passiert und niemand stirbt.

(Interview: Nadja Bischof)

Angela Mueller
veröffentlicht: 2. Juli 2017 08:12
aktualisiert: 3. Juli 2017 05:56