Olma sucht den schnellsten Joint-Dreher

Von Linda Aeschlimann
An der Olma 2018 wird die oder der schnellste Joint-Dreher/in gesucht. (Symbolbild von der Hanfparade in Berlin)
An der Olma 2018 wird die oder der schnellste Joint-Dreher/in gesucht. (Symbolbild von der Hanfparade in Berlin) © Keystone/Alexander Becher
Das schnellste Säuli, die beste Kuh und der schönste Joint: Die Olma 2018 dreht sich um Superlative. Aber nicht nur. Mit einem Cannabis Village und den diesjährigen Ehrengästen stehen auch die Genussmittel im Mittelpunkt.

Bald ist in St.Gallen wieder Ausnahmezustand – es ist Olma. Tausende Menschen schlendern durch die Hallen, kaufen sich eine neue Waschmaschine, probieren Spezialitäten, füllen Wettbewerbe aus und trinken in den Degustationshallen.

Joint-Wettbewerb im Cannabis Village

Ein Publikumsmagnet könnte heuer das Cannabis Village (Halle 1.1) werden. «Die Leute werden natürlich sofort hellhörig und fragen sich was an der Olma illegales gemacht wird», sagt der Olma-Direktor Nicolo Paganini. Er versichert aber, dass es um Cannabis als Nutz- und Heilpflanze geht. «Alles halb so wild als man zuerst denkt», sagt Paganini. Trotzdem werden an der Olma auch Joints gebaut – natürlich nur mit dem legalen CBD-Hanf. Beim Joint Roll Contest geht es darum wer den «schönsten Joint» und wer den «schnellsten Joint» rollt.

«Vielleicht probiere ich das auch mal aus, so wie alles an der Olma», sagt Direktor Paganini. «Aber ich denke schmecken wird es mir nicht. Ich habe einmal gekifft und es hat mit überhaupt nicht zugesagt.»

Feststimmung aus der Romandie

Sowieso steht die diesjährige Olma im Zeichen von Genussmitteln. Wie schon länger bekannt, gibt es in diesem Jahr kein Gastkanton an der Olma, sondern zwei Ehrengäste, bei denen sich alles um den Wein dreht: Die «Fête des Vignerons 2019» und «St.Galler Wein». «Wein und Olma, das harmoniert einfach», sagt Paganini.

Die «Fête des Vignerons 2019» ist ein Anlass von nationaler Bedeutung. Das Winzerfest in Vevey wird pro Generation nur einmal durchgeführt und lockt über eine Million Menschen in die Westschweiz. Ein Vorgeschmack für dieses Grossereignis im nächsten Sommer gibt es bereits an der Olma.

St.Galler Wein kann mithalten

Dass aber nicht nur die Romands richtig guten Wein machen, wollen die St.Galler Winzer beweisen. «Es gibt noch Vorurteile gegenüber Wein aus dem Kanton St.Gallen», sagt Markus Hardegger, Leiter von Wein St.Gallen. Die Produzenten hätten aber riesige Fortschritte gemacht. «Wir produzieren deutlich weniger Wein als die Westschweizer. Deshalb ist unser Bekanntheitsgrad auch weniger hoch.»

Die Jagd und das Säulirennen

Neben des Genussmitteln gibt es an der 76. Olma auch die Sonderschau «Jagd und Biodiversität» und auch die verschiedenen Tierschauen sind weiterhin ein wichtiger Bestandteil. Daneben gibt es einen «Tag der Landjugend», eine Alpkäse-Prämierung, Jassen und Schwingen sowie die beliebten Säuli-Rennen (bei FM1Today im Livestream). Gesamthaft bieten rund 600 Aussteller dem Publikum in den Olma-Hallen Gelegenheit zum Degustieren, Vergleichen und Kaufen.

(lae)


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