Fast 40 Einsätze wegen «Fabienne»

Auch im deutschen Baden-Württemberg hat Sturmtief «Fabienne» einige Bäume entwurzelt.
Auch im deutschen Baden-Württemberg hat Sturmtief «Fabienne» einige Bäume entwurzelt. © Keystone/DPA
Sturmtief «Fabienne» ist in der Nacht über das FM1-Land gefegt und hat die Feuerwehren auf Trab gehalten: Die Einsatzkräfte kümmerten sich um fast 40 Schadenfälle.

Die Ostschweizer Feuerwehren haben wegen «Fabienne» eine anstrengende Nacht hinter sich. Kräftige Winde und grosse Niederschlagsmengen lösten insbesondere im Thurgau und St.Gallen so manchen Einsatz aus.

Baum kracht auf Auto

«Im ganzen Kanton rückten rund ein Dutzend Feuerwehren aus. Meist wegen Bäumen, die wegen des Sturms auf die Strasse gestürzt waren», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, auf Anfrage von FM1Today. Ein Baum habe in Diepoldsau ein Auto getroffen. «Zum Glück war das Fahrzeug leer.» Bei den insgesamt 16 Fällen wurde laut Krüsi niemand verletzt.

Spezielle Vorbereitungen hätten die St.Galler Einsatzkräfte trotz Gewitterwarnungen nicht getroffen, sagt Krüsi. «Wir haben die Fälle mit den regulär eingeteilten Leuten gemeistert. Niemand musste aus dem Pikett aufgeboten werden.»

20 Meldungen im Thurgau

Die Thurgauer Kantonspolizei erreichten seit Sonntagnachmittag, 16 Uhr, rund 20 Schadensmeldungen. Diese seien harmloser Natur gewesen, sagt Mediensprecher Matthias Graf. «Es ging meist um umgestürzte Bauabschrankungen, welche die Patrouillen selbständig aufstellen konnten.» Weiter habe die Seepolizei auf dem Bodensee zwei Boote abgeschleppt und eine Seglerin gerettet. Auch im Thurgau hat «Fabienne» niemanden verletzt.

Weitgehend verschont blieben der Kanton Graubünden sowie das Appenzellerland. Hier mussten die Einsatzkräfte nur wegen einzelner umgewehter Bauabschrankungen ausrücken, wie es bei den verschiedenen Korps heisst.

Am meisten Niederschlag in der Ostschweiz

Die stärksten Böen wurden am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag im Jura gemessen – die grössten Niederschlagsmengen verzeichneten die Meteorologen von Meteonews in der Zentral- und der Ostschweiz. Hier seien 35 bis 45 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Die Wetterexperten zählten über der gesamten Schweiz 423 Blitze.

«Fabienne» hat auch eine Kaltfront mit sich gebracht. Während die Nullgradgrenze am Samstagnachmittag noch auf 4000 Metern lag, befindet sie sich nach den letzten Schauern am Montagmorgen auf 1500 bis 1700 Metern.

Die stärksten Windböen im Flachland:

  • Steckborn TG (97 km/h)
  • Quinten SG (97 km/h)
  • Chur GR (88 km/h)
  • Salen-Reutenen, Homburg TG (86 km/h)
  • Niederuzwil SG (86 km/h)
  • Algetshausen SG (83 km/h)
  • Schmerikon SG (83 km/h)
  • Ebnat-Kappel SG (81 km/h)
  • St.Gallen (81 km/h)
  • Oberriet SG (80 km/h)

Die stärksten Windböen auf Bergstationen:

  • Säntis (132 km/h)
  • Crap Masegn GR (125 km/h)
  • Weissfluhjoch/Davos GR (115 km/h)

Auch Deutschland – mit dem Oktoberfest in München – erhielt am Wochenende Besuch von «Fabienne». Welche Schäden das Sturmtief im Nachbarland anrichtete, siehst du in der Bildergalerie.

(lag)


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