Sommerbilanz

Zufriedene Beizer: Schweizer fühlten sich wohl in den Bergen

8. November 2020, 08:58 Uhr
Die Berggasthäuser in der Ostschweiz sind zufrieden mit dem Coronasommer.
Ohne Zweifel: Der Sommer 2020, der sogenannte Corona-Sommer, war speziell. Auch für die Bergbeizen im FM1-Land. Doch rückblickend ist man in der Ostschweiz zufrieden. Es hätte mit Sicherheit schlimmer sein können.

Anstatt Bikini, Sangria und Euro hiess es für uns Schweizer in diesem Sommer Wanderschuhe an die Füsse, ein «Bögelsaft» in die Hand und Schweizer Franken im Portemonnaie. Der Corona-Sommer war zweifelsohne anders.

Schweizer retten Coronasommer

Aber nicht unbedingt schlecht. Das zeigt auch eine Umfrage von FM1Today bei einigen Berggasthäusern in der Ostschweiz. Der Start im Frühling war zwar Lockdown- und wetterbedingt holprig. Dann aber zog es hauptsächlich die Schweizerinnen und Schweizer in die Bergen und Beizen.

«Die Leute schienen glücklich und gut drauf zu sein», sagt Thomas Manser vom Berggasthaus Bollenwees. Er habe das Gefühl gehabt, dass die Leute froh waren, dass sie wenigsten in einer Beiz, in dieser speziellen Situation, einkehren konnten. Besonders nach dem Lockdown im Frühling. Er selbst verspüre nach diesem Sommer auch eine gewisse Dankbarkeit.

Freizeit in den Bergen

Dem Chef der Molseralp auf dem Flumserberg, René Bucher, ist vor allem aufgefallen, dass vermehrt Städter und die Westschweizer den Weg in die Berge gefunden haben. «Wir sind froh, haben die Schweizer Ausflüge im eigenen Land gemacht.» Allerdings haben die fehlenden Grossanlässe, wie das Schlager-Openair auf der Flumserberge, eingeschenkt.

Weniger Übernachtungen auf «einen Klapf» verbuchte das Berggasthaus Staubern. «Durch die Coronamassnahmen konnten wir die Zimmer nicht komplett ausbuchen», sagt Staubern-Hausherr Daniel Lüchinger. Und auch die grösseren Gruppen hätten gefehlt. Trotzdem schaut man auch auf der Staubern auf eine ganz passable Saison zurück.

Nicht nur Hahnenwasser bestellt

Und wie war das Konsumverhalten der Schweizerinnen und Schweizer? «Konsumiert wurde wie in den Vorjahren», sagt Bucher von der Molseralp. Ein bisschen mehr ins Detail geht Manser von der Bollenwees: «Ich hatte das Gefühl, dass sich die Leute bewusst etwas gegönnt haben. Also nicht gerade ein Rindsfilet aber sicher nicht nur gerade Hahnenwasser.» Keinen Unterschied konnte der Staubernwirt Lüchinger feststellen.

Nun hoffen die Bergbeizen im FM1-Land, dass im nächsten Sommer nebst dem Wetter auch wieder die Wanderlust in den Beinen der Schweizerinnen und Schweizer ist.

(lae)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. November 2020 08:58
aktualisiert: 8. November 2020 08:58