Mordfall

19 Jahre Gefängnis für den Mörder von Ganterschwil

23. März 2020, 09:51 Uhr
Vor drei Wochen wurde der Mordfall Ganterschwil im Kreisgericht Toggenburg verhandelt, nun wurde das Urteil bekannt.
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Eine Dreiecksbeziehung endete in Ganterschwil im Jahr 2015 mit tödlichen Schüssen: Ein Nordmazedonier erschoss seinen Konkurrenten vor den Augen der Frau. Das Kreisgericht Toggenburg hat ihn nun zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt.

Zwei Männer wollten die gleiche Frau und dies endete in einem Mord. Die Frau, eine 43-jährige Schweizerin, und und ihr Partner (†36) aus der Slowakei waren gerade auf einem Spaziergang in der Nähe ihres Hauses in Ganterschwil. Ein roter Audi hielt und der Nebenbuhler (34) stieg aus und feuerte neun Schüsse auf den Slowaken. Der Nordmazedonier traf zwei Mal und als das Opfer hilflos am Boden lag, stach der 34-Jährige mehrmals mit dem Messer auf das Opfer ein. Alles vor den Augen der Frau.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Mord eine Strafe von 20 Jahren Gefängnis verlangt. Das Gericht gab nun bekannt, dass es den Angeklagten zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt, wie blick.ch schreibt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Komplizierte Dreiecksbeziehung

Wie der Blick schreibt, habe der Angeklagte beim Prozess vor drei Wochen im Toggenburg keine Miene verzogen. Der Verurteilte gilt als nicht geständig, er hatte beim Prozess versucht, den Mord einem Mittäter in Schuhe zu schieben. 

Der Ursprung der Tat war eine komplizierte Dreiecksbeziehung. Das spätere Opfer und die Frau waren ein Paar. Als der Slowake wegen Einbruchs im Gefängnis sass, begann seine Partnerin im Frühjahr eine Beziehung mit dem Nordmazedonier, dieser zog sogleich bei der Schweizerin in Ganterschwil ein.

Schweizer besorgt dem Täter die Waffe

Als das spätere Opfer aus dem Gefängnis entlassen wurde, entschied sich die Frau für ihren diesen und wollte, dass der Nordmazedonier auszieht, was dieser auch tat. Kurz darauf passierte der Mord. Ein Schweizer Kollege hatte dem Nordmazedonier die Waffe beschafft und ihn auch zum Tatort gefahren. Der Schweizer (55) musste sich der Beihilfe zum Mord verantworten.

Das Kreisgericht Toggenburg hat den Mittäter der Gehilfenschaft zu vorsätzlicher Tötung sowie des Vergehens gegen das Waffengesetz für schuldig gesprochen und zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt. 

Speziell an dem Fall war auch, dass die beiden Männer nach der Tat nach Staad in ein Bordell gefahren sind und sich dort sexuell vergnügt haben. Die beiden wurden danach von der Polizei gestellt.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 23. März 2020 09:55
aktualisiert: 23. März 2020 09:51