Stefanie Grob

18-jährige Appenzellerin mischt bei den grossen Skirennfahrerinnen mit

Svenja Graf, 20. Januar 2023, 05:24 Uhr
Stefanie Grobs Skikarriere begann mit einem unfreiwilligem Skilager. Jetzt steht die 18-jährige Appenzellerin täglich auf den Ski. Ende Dezember hatte sie ihr Weltcup-Debüt – und an der Junioren-WM in St.Anton gewann sie Gold in der Abfahrt.
Bereits im Alter von zwei Jahren stand Stefanie Grob zum ersten Mal auf den Ski.
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«Mit etwa zweieinhalb Jahren hat mich meine Mama zum ersten Mal auf die Ski gestellt.» Und jetzt, 16 Jahre später, ist Stefanie Grob bei den ganz Grossen dabei. Ende Dezember hatte sie ihr Weltcup-Debüt in Semmering, was für die 18-jährige Appenzellerin eine tolle Erfahrung war. Jedoch steckt auch viel Arbeit dahinter.

Stefanie Grob ist in Weissbad im Kanton Appenzell Innerrhoden aufgewachsen.

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Unfreiwilliges Skilager war der Anfang einer Erfolgsgeschichte

Grobs Skikarriere hat in sehr jungen Jahren begonnen. Wie viele andere Kinder war auch sie im Skiclub. Ein nicht ganz freiwilliges Skilager hat jedoch ihre Laufbahn verändert. «Als ich in der zweiten Klasse war, hat mich meine Mama in ein Ski-Trainingslager geschickt, obwohl ich eigentlich gar nicht wollte. Sie sagte, ich solle es doch einfach versuchen, was ich dann auch gemacht habe.»

Ein guter Entscheid, wie sich herausstellte. Von anfangs zwei Trainings pro Woche hat sich Grobs Training auf rund zwei Stunden pro Tag erweitert. Kraft, Kondition, Koordination, Schnelligkeit und natürlich Skitraining gehören dazu. Die 18-Jährige ist an der «United School of Sports» in St.Gallen, an welcher sie Ausbildung und Skisport unter eine Decke bringen kann.

Im Winter ist Stefanie Grob fast jeden Tag auf der Piste.

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«Freunde beim Skifahren wie zweite Familie»

Bei so intensivem Training bleibt nicht mehr viel Zeit für anderes. «Für meine Familie und Freunde habe ich nur noch am Wochenende Zeit, da ich unter der Woche immer arbeite und trainiere. Das war anfangs nicht ganz einfach, aber ich fahre ja schliesslich gerne Ski. Und beim Skifahren habe ich so gute Kolleginnen und Kollegen, das ist wie eine zweite Familie», sagt Grob. Ihre Bekannten sind aber stolz auf sie und unterstützen sie immer.

Am Weltcup bei den ganz Grossen dabei

Grob kann unzählige kleinere Erfolge verbuchen, seit kurzem gehört jedoch auch ein grösserer Wettkampf dazu: «Der Weltcup in Semmering war sicher ein Highlight. Das Fahren selbst war zwar sehr schwierig, doch mit dem Ergebnis vom zweiten Rennen bin ich sehr zufrieden», so die Appenzellerin.

Vor allem das Ambiente hat Grob besonders gefallen: «Alles rundherum war eine super Erfahrung. Die bekannten Skirennfahrerinnen haben mich überall mitgenommen, wovon ich sehr profitieren konnte. Es ist wirklich eindrücklich, was sie leisten.» Ob sie diese Saison nochmals an einem Weltcup mitfahren darf, ist aktuell noch nicht klar.

In Semmering durfte Stefanie Grob zum ersten Mal bei den ganz Grossen mitmischen.

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«Will vorne mitmischen»

Grobs Skikarriere hat gerade erst begonnen, und sie hat noch Grosses vor: «Ein Ziel von mir ist sicher, vorne mitmischen zu können. Weiter würde ich gerne irgendwann an der Weltmeisterschaft oder an Olympia teilnehmen – davon bin ich aber schon noch ein grosses Stück entfernt», sagt Grob und lacht. Das wichtigste sei, immer dranzubleiben, zu trainieren und in kleinen Schritten vorwärts zu kommen. Das Beste am Skifahren ist für sie, dass sie draussen im Schnee ist, das Adrenalin spürt und richtig schnell unterwegs sein kann.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. Januar 2023 05:24
aktualisiert: 20. Januar 2023 05:24