Innerrhoden

«Ausgelaufene» Augen und blinde Tiere: Im Alpstein geht die Gamsblindheit um

28. August 2020, 18:24 Uhr
Das Gamswild im Alpstein ist teilweise an einer schweren Form der Gamsblindheit erkrankt. «Die Tiere brauchen dringend Ruhe und Schonung», heisst es.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: tvo

«Am Montag wurde festgestellt, dass das Gamswild im Alpstein gebietsweise an einer schweren Form der Gamsblindheit erkrankt ist», heisst es beim Kanton Appenzell Innerhoden. In einigen Fällen kann sich eine Bindehautentzündung zu einer vorübergehenden Hornhautentzündung verschlimmern, bis zu einer Erblindung und dem «Auslaufen» der Augen.

Da sich die Tiere im Gelände nicht mehr oder nur noch schwer orientieren können, ist auch die Futtersuche nur eingeschränkt möglich.

Die bereits erblindeten Tiere werden durch die Wildhut erlegt. Für Tiere, bei denen noch Hoffnung auf eine Heilung besteht, ist es wichtig, dass sie im Bestand bleiben können. Sie können die Immunität gegen den Erreger bilden und so den Gamsbestand sichern.

Der Kanton teilt mit: «Für das Gamswild im Alpstein ist bis auf weiteres Ruhe und Schonung das oberste Gebot.» Deshalb solle man sich dem Wild nicht nähern, die Jagd wird für das Jahr 2020 ausgesetzt.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 28. August 2020 09:15
aktualisiert: 28. August 2020 18:24
Anzeige