Coronavirus

Ausserrhoden erhöht Unterstützung für Kulturschaffende

18. Dezember 2020, 13:04 Uhr
Geschlossene Bühnen, leere Theater: Der Ausserrhoder Regierungsrat unterstützt Kulturschaffende, die von der Coronakrise betroffen sind, mit weiteren Beiträge aus dem Lotteriefonds (Symbolbild).
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Der Ausserrhoder Regierungsrat hat weitere 490'000 Franken aus dem Lotteriefonds für die Unterstützung von Kulturschaffenden gesprochen, um trotz Coronakrise die kulturelle Vielfalt zu erhalten. Die Gelder sind als Ausfallentschädigungen und als Beiträge an neue Projekte gedacht.

Mit den Mitteln des Bundes stünden damit für Kulturunternehmen insgesamt weitere 980'000 Franken zur Verfügung, heisst es in der Mitteilung der Ausserrhoder Kantonskanzlei vom Freitag.

Darüber hinaus stelle der Bund Mittel für Nothilfe an Kulturschaffende sowie Finanzhilfen für Kulturvereine im Laienbereich bereit. Beantragt werden können die Hilfen beim Kantonalen Amt für Kultur, dem Verein Suisseculture Sociale und den Laienkulturverbänden.

Die im Rahmen der Covid-Notverordnung zur Verfügung gestellten Mittel von insgesamt 1,92 Millionen Franken seien durch Kulturunternehmen und Kulturschaffende bereits vollumfänglich in Anspruch genommen worden. Der Regierungsrat habe entschieden, weitere finanzielle Mittel zur Unterstützung der Kultur zu sprechen.

Die Unterstützungsmassnahmen werden je zur Hälfte vom Bund und dem Kanton finanziert. Um die Beiträge vom Bund zu erhalten, hat der Kanton mit dem Bundesamt für Kultur (BAK) eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen.

Kulturunternehmen können für den finanziellen Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen infolge staatlicher Massnahmen entsteht, eine Ausfallentschädigung beantragen.

Kulturlandschaft nachhaltig sichern

Zudem können sie neu auch Beiträge an Transformationsprojekte beantragen. Damit werden Projekte unterstützt, mit denen Kulturunternehmen eine Anpassung an die veränderten Verhältnisse bezwecken und mit denen sie eine strukturelle Neuausrichtung oder Publikumsgewinnung erreichen wollen, wie es weiter heisst. Nach Möglichkeit solle aber in einem ersten Schritt eine Kurzarbeitsentschädigung beantragt werden.

Die Massnahmen sollen dazu beitragen, die Kulturlandschaft nachhaltig zu sichern und damit die kulturelle Vielfalt zu erhalten. Dies sei auch vor dem Hintergrund der neu eingeführten schweizweiten Vorgaben, wie dem Verbot von Kulturveranstaltungen, umso wichtiger und dringlicher.

Quelle: sda
veröffentlicht: 18. Dezember 2020 13:04
aktualisiert: 18. Dezember 2020 13:04