Ausserrhoder Hunde heissen «Luna» oder «Bläss»

Stephanie Martina, 2. März 2017, 09:33 Uhr
Die meisten Hunde im Ausserrhodischen sind Appenzeller Sennenhunde
Die meisten Hunde im Ausserrhodischen sind Appenzeller Sennenhunde
© Keystone/Martin Ruetschi
Eigentlich wollte das Ausserrhoder Veterinäramt nur die Hunde-Datenbank bereinigen, um die Hundesteuer künftig auf der Basis dieser Daten einzuziehen. Die Bereinigung zeigt jedoch auch, wie viele Hunde im Kanton leben, wie sie heissen und welcher Rasse sie angehören.

Seit Anfang 2016 ist das kantonale Veterinäramt für weite Teile der neuen Hundegesetzgebung zuständig. Daher auch für die Verwaltung der Hunde- und Hundehalterdaten. Eine Überprüfung der Hundehaltungen im letzten Frühjahr hatte gezeigt, dass die Angaben in der Datenbank AMICUS nicht aktuell waren. Damit ab diesem Jahr, wie vorgesehen, die Einziehung der Hundesteuer zentral vom kantonalen Veterinäramt aus per Einzahlungsschein klappt, war darum eine umfassende Bereinigung nötig.

Kooperative Hundehalter

Zwischen Juni und Oktober wurden in acht Etappen rund 4‘000 vermutete Hundehaltende gemeindeweise angeschrieben und gebeten, dem Veterinäramt die bekannten Angaben zur Person und zum Hund zu prüfen und falls nötig zu bereinigen. Die meisten Rückmeldungen kamen postwendend, was eine effiziente Nachbearbeitung der Daten ermöglichte. Nur gerade zwei Prozent der angeschriebenen Personen mussten gemahnt werden, schreibt der Kanton Appenzell Ausserrhoden in seiner Mitteilung. Daher konnte die Datenbereinigung Ende Januar, bis auf wenige pendente Einzelfälle, wie geplant abgeschlossen werden.

«Luna» und «Bläss» beliebteste Namen

In Appenzell Ausserhoden halten 3‘110 Personen insgesamt 3‘691 Hunde. 563 Hunde werden auf der Datenbank als «Appenzeller Sennenhund» bezeichnet. Die beliebtesten Namen für eine Hündin sind «Luna» und «Kira», bei den Rüden sind es «Bläss» und «Bobby». Die ältesten beiden Hunde «Bär» und «Prinz» wurden im Februar 18-jährig. 32 Prozent der Hunde sind ausländischer Herkunft.

Bereinigung notwendig

Der Vergleich der Daten vor und nach der Bereinigung macht deutlich: Die Bereinigung war notwendig. Die Daten auf der Hundedatenbank wurden bisher nie aktiv bewirtschaftet, wodurch viele verstorbene Hunde nie abgemeldet wurden. Hundehaltende, welche die Hundehaltung aufgaben oder wegzogen, haben ihre Adressdaten oft nicht bereinigt. Viele Personen wurden mehrfach registriert, wenn sie sich einen neuen Hund angeschafft haben.

Nicht beglichene Hundesteuern nachgefordert

Im Zuge der Datenbereinigung hat das Veterinäramt auch überprüft, ob sämtliche Hundehaltende ihrer Hundesteuerpflicht nachgekommen sind. Säumige wurden zur nachträglichen Begleichung ihrer Schuld aufgefordert. Insgesamt hat der Kanton dadurch einmalig 43‘000 Franken mehr an Hundesteuern eingenommen, wovon die Hälfte der Einnahmen den Gemeinden überwiesen wurde.

Wie vorgesehen wird das Veterinäramt planmässig im Mai die Hundesteuer per Einzahlungsschein einfordern. Dadurch entfällt für die Hundehaltenden der Gang auf den Polizeiposten. Auch auf die Abgabe der Hundekontrollmarken wird von nun an verzichtet, weil alle Hunde anhand eines implantierten Mikrochips identifizierbar sind.

Stephanie Martina
Quelle: red.
veröffentlicht: 2. März 2017 09:33
aktualisiert: 2. März 2017 09:33