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Coronavirus

Beide Appenzell bieten Impfung mit Johnson & Johnson an

1. Oktober 2021, 15:34 Uhr
Als Alternative zu den mRNA-Impfstoffen von Pfizer und Moderna können sich Personen in Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden ab dem 8./9. Oktober mit dem neu verfügbaren Impfstoff der Firma Johnson & Johnson impfen lassen. Dies teilten die beiden Kantone am Freitag mit.
In Appenzell Innerrhoden steht der alternative Impfstoff der Firma Johnson & Johnson ab der kommenden Woche bereit.
© KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Die Kantone erhalten voraussichtlich in der kommenden Woche ein erstes Kontingent des Impfstoffs von Johnson & Johnson, wie die das Innerrhoder Gesundheits- und Sozialdepartement am Freitag mitteilte. Der Impfstoff ist in erster Linie für Personen ab 18 Jahren gedacht, die aus medizinischen Gründen keine mRNA-Impfung vertragen.

In zweiter Linie können sich auch Personen ab 18 Jahren mit impfen lassen, welche die bisher verwendeten mRNA-Impfstoffe ablehnen. Auch Genesene mit einer bestätigten Corona-Infektion können den Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. Notwendig ist eine Voranmeldung zur Impfung.

Eine Impfdosis genügt

Der neu verfügbare Impfstoff schützt laut Kanton gut vor schweren Krankheitsverläufen und damit vor Hospitalisationen. Im Vergleich zu den mRNA-Impfstoffen sei der Schutz jedoch weniger hoch. Dafür ist nur eine Impfdosis notwendig. Das Covid-Zertifikat wird 22 Tage nach der Impfung gültig.

Interessierte können sich über die Covid-Hotline des Kantons 071 788 99 66 anmelden. Die Impfung wird im Gesundheitszentrum in Appenzell durchgeführt. Spontane Walk-in-Impfungen ohne Voranmeldung seien mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson derzeit nicht möglich, hiess es.

Wer in Ausserrhoden wohnt, kann sich am 8. und am 16. Oktober in den Impfzentren in Herisau und Heiden mit Johnson & Johnson impfen lassen. Der Kanton empfiehlt eine Voranmeldung, möglich sind aber auch spontane Impfungen mit den verschiedenen Impfstoffen. Beim Walk-in sei mit Wartezeiten zu rechnen, schreibt der Kanton.

Auch in Hausarzt-Praxen

Auch Hausarztpraxen in Ausserrhoden sollen einige Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson erhalten. Insgesamt stehen Ausserrhoden 1000 Dosen des neuen Impfstoffs zur Verfügung. Der Bund hatte 150'000 Dosen bestellt.

Die beiden Appenzell gehören zu den Kantonen mit der geringsten Impfbereitschaft. In Ausserrhoden sind laut dem SRF-Impfmonitor bisher 51 Prozent der Bevölkerung doppelt gegen Corona geimpft. Das ist der drittletzte Platz. Innerrhoden ist mit 48 Prozent gesamtschweizerisch das Schlusslicht.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. Oktober 2021 15:34
aktualisiert: 1. Oktober 2021 15:34