Besucherandrang

Boom dank Pandemie: Ostschweizer Museen werden überrannt

9. September 2020, 05:50 Uhr
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Quelle: tvo

Keine Veranstaltungen, keine Grossanlässe: Während Corona blieben viele Freizeitbeschäftigungen aus. Dies bewegte die Leute dazu ins Museum zu gehen. Der Besucherandrang für die Kunstmuseen Appenzell und St.Gallen war überdurchschnittlich gross. Die Löcher in der Kasse, die während des Lockdowns entstanden sind, können sie trotzdem nicht stopfen.

Heute ist das Kunstmuseum Appenzell Innerrhoden fast leer. Das war im Juni und August anders: Da hatte das Museum fast 50 Prozent mehr Besucher als letztes Jahr. «Vor allem viele jüngere Leute und Familien kommen zu Besuch», so Roland Scotti, Kurator Kunstmuseum Appenzell. «Wir führen das natürlich nicht nur auf die besondere Zeit zurück, sondern auch auf die Ausstellung.»

Inlandtourismus hat Museen Geld in Kasse gespült

Auch in der Stadt St.Gallen hatten die Museen einen guten Sommer. Allen voran das Kunstmuseum. Dort waren im August fast 700 Besucher mehr als im Vorjahr. Auch hier wollte man die Leute gezielt mit einer Ausstellung anlocken. Vor allem der Inlandtourismus hat den Museen das Geld in die Kasse gespült.

«Mussten viele Ausstellungen ins 2021/22 verschieben»

Die Verluste während des Lockdowns macht der gute Sommer aber nicht wett. «Der Lockdown hat dazu geführt, dass wir gewisse Ausstellungen nicht eröffnen konnten», sagt Gloria Weiss, Leiterin Kommunikation Kunstmuseum St.Gallen. « Wir mussten viel ins 2021 und 2022 verschieben. Auch die Veranstaltungen, die ausblieben haben zu geringen Besucherzahlen geführt. Der Juli und August können das leider nicht wett machen.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 8. September 2020 21:14
aktualisiert: 9. September 2020 05:50