Daniel Fässler verzichtet auf Kandidatur

Laurien Gschwend, 17. Oktober 2018, 08:26 Uhr
Der Appenzeller Landammann Daniel Fässler (CVP) verzichtet auf eine Bundesratskandidatur. Dies aus persönlichen und beruflichen Gründen, wie er am Mittwochmorgen mitteilt.
Daniel Fässler erklärt seinen Rücktritt aus der Innerrhoder Regierung.
© Keystone/Thomas Delley

«Nach reiflicher Überlegung habe ich entschieden, nicht für den Bundesrat zu kandidieren», schreibt der Innerrhoder Nationalrat. Nach dem Rücktritt der CVP-Bundesrätin Doris Leuthard (55) sei «von verschiedener Seite» der Wunsch geäussert worden, Fässler solle sich für den frei werdenden Sitz zur Verfügung stellen. «Dies hat mich gefreut», sagt der 58-Jährige. «Es hat mich dazu bewogen, mir für die persönliche Entscheidung genügend Zeit zu nehmen.»

Genügend Erfahrung

Nun hat der CVP-Politiker seinen Entschluss gefasst. Ihm sei es wichtig, seine beruflichen Tätigkeiten fortzusetzen und genügend Zeit für die Familie zu haben, sagt Fässler. «Ich habe mich daher entschieden, auf eine Kandidatur für den Bundesrat zu verzichten.» Doch ist der regierende Appenzeller Landammann überzeugt: «Meine politische Erfahrung aus der Tätigkeit als Regierungsrat und Nationalrat wäre sicher eine gute Grundlage für ein Bundesratsmandat.»

Auch Würth will nicht

Ende September gab Doris Leuthard bekannt, ihr Amt als Bundesrätin per Ende 2018 niederzulegen, genauso wie FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann (66). Diese Woche kommunizierte der 50-jährige St.Galler Regierungsrat Benedikt Würth (CVP), dass er bei der Ersatzwahl vom 5. Dezember auf eine Kandidatur verzichtet.

Keller-Sutter einzige Ostschweizer Anwärterin

Damit ist Karin Keller-Sutter (FDP) bislang die einzige Ostschweizer Anwärterin auf einen Bundesratssitz. «Es wäre mit eine grosse Ehre und Freude, mich für unser Land in dieser verantwortungsvollen Position einzusetzen», sagte die 54-Jährige vor den Medien.

Polit-Experte Hanspeter Trütsch rechnet damit, dass Keller-Sutter «sehr intakte Chancen» hat, die Wahl für sich zu entscheiden. «Es müsste sehr viel passieren, dass sie am 5. Dezember nicht gewählt wird.»

Laurien Gschwend
Quelle: lag
veröffentlicht: 17. Oktober 2018 08:26
aktualisiert: 17. Oktober 2018 08:26
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