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Gewitter

«Das gibt es nur selten» – Hagel färbt Innerrhoden weiss

25. Juli 2021, 13:12 Uhr
Am Samstag gegen Abend haben sich erneut kräftige Gewitter über der Schweiz entladen. In Appenzell fiel in zehn Minuten eine der grössten Regenmengen, die in so kurzer Zeit in der Schweiz je gemessen wurde. Die Gewitter brachten auch grosse Hagelkörner und Orkanböen.
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Quelle: CH Media Video Unit / BRK News


Konkret fielen in Appenzell von 36,1 Millimeter Regen 33,2 Millimeter in nur zehn Minuten, wie SRF Meteo auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Auch in der Gemeinde Oberegg gab es mit 33 Milliliter in nur zehn Minuten einen Starkregen, wie MeteoNews mitteilte. «Wir hatten eine kräftige Gewitterlinie. Speziell Oberegg bekam in kurzer Zeit sehr viel Niederschlag», sagt Stefan Scherrer, Meteorologe bei Meteonews.

Solche Niederschläge gibt es nur selten

Gemäss dem Wetterdienst sind mehr als 33 Millimeter in nur zehn Minuten in der Schweiz sehr selten. Der Rekord liege bei 41 Millimetern und sei im Juni 2018 in Lausanne gemessen worden. «Das ist wirklich sehr, sehr viel und das gibt es nur selten bei uns in der Schweiz», sagt Scherrer. Personen- oder Sachschaden waren bis am Sonntagmorgen nicht bekannt, wie die Kantonspolizei Innerrhoden auf Anfrage von FM1Today sagte. Bei der Kantonspolizei Ausserrhoden gingen rund ein Dutzend Meldungen ein. Dabei handelte es sich vorwiegend um überflutete Keller.

Auch an anderen Orten im FM1-Land ging teils heftiger Hagel nieder, so zum Beispiel im Rheintal oder im Toggenburg.

Die Gewitter entluden sich zunächst im Osten zwischen dem Glarnerland und dem Bodensee, ehe eine kräftige Gewitterzelle vom Jura ins Drei-Seen-Land zog, schreibt Meteonews.

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Quelle: BRK News

Grosse Hagelkörner gingen am Samstag zum Beispiel auch in Uebeschi im Kanton Bern nieder mit einem Durchmesser von 2 bis 4 Zentimeter, wie SRF Meteo schreibt. Starke Winde wurden etwa in Schmerikon ZH mit Geschwindigkeiten von 81 Kilometern pro Stunde gemessen.

Es folgen weitere heftige Gewitter

Bis in die Nacht hinein dürften gemäss SRF Meteo weitere heftige Gewitter folgen. Die Platzregen und Gewitter könnten in kurzer Zeit intensiven Regen bringen, der lokale Überschwemmungen, hochgehende Bäche sowie Erdrutsche zur Folge haben kann. Das Potential für unwetterartige Gewitter sei vor allem im Jura, im Mittelland sowie in den Voralpen erhöht.

Auch in den nächsten Tagen soll es gewitterhaft bleiben. Die Hochwassersituation bleibt deshalb angespannt.

(red./sda)

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. Juli 2021 20:50
aktualisiert: 25. Juli 2021 13:12