Coronavirus

Elf Fälle in Ausserrhoden – Spital Herisau wird Corona-Spital

Laurien Gschwend, 18. März 2020, 15:35 Uhr
Das Spital Herisau fungiert in Appenzell Ausserrhoden als zentrales Coronavirus-Spital. (Archivbild)
© St.Galler Tagblatt/Ralph Ribi
Im Kampf gegen das Coronavirus verpflichtet die Ausserrhoder Regierung nun auch die privaten Spitäler zur Mithilfe. Zentraler Versorgungsort soll aber das Spital Herisau sein.

In Appenzell Ausserrhoden sind elf Personen am Coronavirus erkrankt, zwei von ihnen werden im Spital behandelt. Das seien im Vergleich zur übrigen Schweiz noch nicht sehr viele Fälle, sagt die Ausserrhoder Kantonsärztin Franziska Kluschke. Die Dunkelziffer dürfte indes höher sein. Und: «Es wird jetzt einen Fall-Ansturm geben.»

Die Bereichsverantwortlichen von Appenzell Ausserrhoden haben am Mittwoch an einer Youtube-Medienkonferenz präsentiert, wie ihr Kanton die Corona-Krise bewältigen will. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick: 

  • Das Herisauer Spital kommt als zentrales Corona-Spital zum Einsatz. Private Spitäler wie die Berit Klinik in Speicher und die Hirslanden Klinik in Heiden müssen den Ausserrhoder Spitalverbund unterstützen, etwa mit Spitalbetten. 
  • Mit Inseraten will die Regierung zusätzliches Gesundheitspersonal rekrutieren. Zudem sollen Armeeangehörige die Polizei und das Pflegepersonal entlasten.
  • Hilfsbedürftige und Helfende werden gebeten, sich bei den Gemeinden zu melden, damit diese die Nachbarschaftshilfe koordinieren können.
  • Das Amt für Wirtschaft will Gesuche für Kurzarbeit rasch abwickeln. Zudem werden Kooperationen geprüft, um die Liquiditätsprobleme der Firmen zu entschärfen.
  • Die Ausserrhoder Kitas bleiben geöffnet. Der Kanton will weitere Betreuungsplätze schaffen, damit sich keine Grosseltern mehr um die Kindern kümmern müssen.

Die Medienkonferenz zum Nachschauen und -lesen:

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 18. März 2020 13:55
aktualisiert: 18. März 2020 15:35