Solidarität

Herisauer sammeln für Beben-Opfer in Albanien

29. November 2019, 05:53 Uhr
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Quelle: tvo

Das schwere Erdbeben mit mindestens 40 Toten in Albanien beschäftigt auch in der Schweiz. Zwei kosovo-albanische Familien aus Herisau sammeln Hilfsgüter und Geld.

Die Bilder sind schrecklich: Laufend werden Tote aus den Trümmern des verheerenden Erdbebens in Albanien geborgen. Die Todeszahl beläuft sich auf mindestens 40 Personen, noch immer werden hunderte Menschen vermisst.

«Ich konnte zwei Tage nichts mehr essen oder trinken», sagt Nikoll Ukgjini gegenüber TVO. Der gebürtige Kosovo-Albaner lebt mit seiner Familie in Herisau und wollte nicht mehr länger tatenlos zusehen. Ukgjini: «Ich wusste, dass wir etwas machen müssen. Die Leute dort haben alles verloren.»

Sammelaktion gestartet

Zusammen mit Zef Shala, ebenfalls gebürtiger Kosovo-Albaner und in Herisau wohnhaft, startete er eine Sammelaktion. Shala: «Ein Freund von mir wohnt in der Nähe des Epizentrums. Er hat mir erzählt, wie schlimm es ist. Alle warten auf Hilfe.»

Die Reaktionen auf den Spendenaufruf sind gewaltig. Schon nach weniger als einem Tag sind unzählige Schuhe, Kleider und Decken zusammengekommen, einige Leute haben auch Bargeld gespendet.

Botschafter meldet sich zu Wort

Sogar der albanische Botschafter in der Schweiz, Illir Gjoni, ist überwältigt von der Hilfe: «Das Erdbeben ist tragisch. Aber was mich am meisten berührt, ist die Solidarität, die vielen Anrufe und Nachrichten aus der Schweizer Community, die ihre Hilfe anbietet.»

Zef Shala hat mit seinem Vater und seinem Bruder telefoniert, die beide ein Haus in Albanien haben: «Unser Haus wird natürlich gratis notbedürftigen Menschen zur Verfügung gestellt.»

Schon bald wollen Shala und Ukgjini alle Hilfsgüter persönlich nach Albanien bringen. Noch hoffen sie aber auf weitere Spenden.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 29. November 2019 05:53
aktualisiert: 29. November 2019 05:53