FC Urnäsch vs. FC St.Gallen

«Hoffen, ein Tor zu schiessen, und zwar kein Eigentor»

Marija Lepir, 7. März 2022, 18:47 Uhr
Für den FC Urnäsch geht ein Traum in Erfüllung. Der Viertligist aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden darf gegen den FC St.Gallen kicken. Es gibt zwar weder einen Titel noch einen Pokal zu gewinnen, dafür aber Ruhm und Ehre.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: FM1Today/Marija Lepir

Auf den FC Urnäsch wartet diesen Sommer ein richtiges Highlight. Der 4.Liga-Club aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden hat das «Traum-Mätsch» von «blue Sport» und somit ein Spiel gegen den FC St.Gallen gewonnen. Bei der Aktion mitmachen, konnten alle Fussballfans. Entschieden hat die Community im Internet sowie eine Fachjury von «blue Sport» – FCSG-Präsident Matthias Hüppi inklusive.

Auch eine Doku-Serie gibt's

Die Freude beim Fussballclub ist riesig: «Wie der Titel ‹Traum-Mätsch› schon sagt, geht für uns ein Traum in Erfüllung. Da viele Spieler von uns meistens im Stadion beim FCSG mitfiebern und nun die Chance bekommen, gegen den Herzensclub zu spielen», sagt der Medienverantwortliche Martin Stijakovic auf Anfrage. Dabei winkt nicht nur ein Spiel gegen den Lieblingsclub, über den FC Urnäsch wird auch noch eine Doku-Serie gedreht, welche Anfang Juni auf «blue Sport» ausgestrahlt wird.

Hilfe von Ex-Profis

Die Urnäscher setzen bei den Vorbereitungen nicht nur auf ihr eigenes Können, sondern auch auf das von ehemaligen Profispielern. «Da wir ein gutes Netzwerk haben, werden wir uns wahrscheinlich auch bei ehemaligen Profispielern erkunden und einige Tipps einholen», so Stijakovic. Auch wollen sie die Spiele der Espen jetzt noch intensiver mitverfolgen und sich taktische Schwachpunkte notieren. «Der Trainer hat noch keine offizielle Meldung gemacht, ich hoffe, wir müssen nun nicht 4-mal in der Woche trainieren», sagt Stijakovic, der selbst im Mittelfeld spielt.

v.O.l. Kevin Gülünay, Nico Rohner, Thomas Weibel, Dominic Brandenberger, Domenik Bieg, Martin Stijakovic, Thomas Brandenberger, TR Georg Gülünay v.U.l: Josef Fässler, Davide Vicenzo, Philipp Brandenberger, Manuel Ammann, Daniel Eicher, Sebastian Rohner, Chrisoph Grob, Dominik Wild

© fc-urnaesch.ch

Einfach den Moment geniessen

Grosse Erwartungen wollen sich die Urnäscher keine setzen. «Ich denke, wir sind am besten bedient, wenn wir mit gar keinen Erwartungen antreten und nur den Moment geniessen.» Sie wollen einfach ihr Bestes geben. Ein Ziel haben sie dann aber doch: «Wir hoffen, dass uns mindestens ein Tor gelingen wird und dass dies kein Eigentor ist.»

Urnäsch, ein «wunderschöner Flecken Ostschweiz»

FCSG-Präsident Matthias Hüppi sagt nach der Gewinnerverkündung im Interview mit «blue Sport»: «Es ist für uns als FC St.Gallen schon interessant, gegen ein Team zu spielen, das aus dem unmittelbaren Einzugsgebiet kommt.» Der blue-Reporterin empfiehlt Matthias Hüppi gleich noch «wärmstens», Urnäsch nicht nur zu googeln, sondern auch zu besuchen. «Es ist wunderschön. Urnäsch ist in der Nähe von der Schwägalp, in der Säntisregion. Ein wunderschöner Flecken Ostschweiz.»

Dazu sei der FC Urnäsch eine «sehr muntere Truppe», was den Fussball anbelangt. «Sie haben sich mit Haut und Haaren engagiert, um das ‹Traum-Mätsch› zu gewinnen.» Der FCSG selbst freue sich sehr auf das Spiel, so Hüppi.

Das Spiel FC Urnäsch gegen den FC St.Gallen findet am 19. Juni in Urnäsch statt und wird live im TV übertragen.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 7. März 2022 18:46
aktualisiert: 7. März 2022 18:47
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