Tausende Liter Gülle

Hunderte Forellen sterben in Herisau in der Glatt

20. September 2019, 16:30 Uhr
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Die Feuerwehr pumpt die Gülle, aus der Glatt ab. Tausende Liter sind ausgelaufen, hunderte Fische gestorben.
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In der Glatt zischen Herisau und Schwellbrunn sind am Donnerstag hunderte Bachforellen gestorben. Grund ist eine Verunreinigung des Baches mit Gülle. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln nun.

Mehrere Tausend Liter Gülle sollen in die Glatt gelangt sein. Dies teilt das Amt für Umwelt des der Kanton Appenzell Ausserrhoden mit. Durch die Verschmutzung und dem Schaum auf der Wasseroberfläche seien auf der Strecke zwischen dem Weiler Aedelswil in Schwellbrunn und im Gebiet Bachwis in Herisau mehrere Hundert Bachforellen gestorben. 

«Kein Hinweis auf Absicht»

«Gemäss unseren ersten Erkenntnissen ist die Gülle aus einem grösseren Reservoir in der Nähe des Baches ausgelaufen», sagt Valentin Lanz, Leiter Abteilung Wasser und Stoffe des Ausserrhoder Amt für Umwelt. Hinweise, dass die Gülle absichtlich in den Bach geleitet worden ist gäbe es keine. 

«Das Gröbste ist vorbei, kontrollieren aber noch»

Noch in der Nacht auf Freitag habe die Feuerwehr damit begonnen, die Gülle aus dem Bach abzupumpen. «Wir sind immer noch daran Gülle abzuleiten, aber das Gröbste ist vorbei», sagt Lanz. Die Schadensstelle würde nun überwacht, ob nicht noch weiterer Gülle austritt. 

Wie es genau zur Verschmutzung der Glatt und dem Fischsterben kommen konnte, das ermitteln nun die Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft. 

(red.) 

 

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. September 2019 16:31
aktualisiert: 20. September 2019 16:30