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Innerrhoden arbeitet dunkles Kapitel auf

Christoph Fust, 2. Oktober 2015, 13:19 Uhr
Die Innerrhoder Regierung entschuldigt sich bei ehemaligen Zöglingen des Kinderheims Steig. Im Fokus steht die Zeit ab dem Zweiten Weltkrieg bis in die 80er Jahre. Betroffene sollen in einer wissenschaftlichen Arbeit zu Wort kommen, welche die Geschichte Institution beleuchten wird.
Innerrhoden arbeitet seine Geschichte auf.
© Keystone/Christian Beutler

Die Standeskommission bedaure die persönlichen Schicksale der Betroffenen und wolle mit der Aufarbeitung der Geschichte des Heimes, das von Klosterfrauen geführt wurde, einen Beitrag zur Klärung der damaligen Sachlage leisten, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag mit.

130 Jahre lang wurden im ehemaligen Waisenhaus und dem späteren Kinderheim Steig Kinder und Jugendliche betreut. Laut einer Betroffenen, welche mit ihrem Zwillingsbruder ihre ganze Kindheit im Heim verbracht hatte, wurden viele Kinder vernachlässigt, körperlich gezüchtigt oder sogar missbraucht. Das Kinderheim Steig wurde 1982 geschlossen.

Christoph Fust
Quelle: red.
veröffentlicht: 2. Oktober 2015 12:11
aktualisiert: 2. Oktober 2015 13:19