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Massiver Anstieg von Gewalt in Innerrhoden

Angela Mueller, 27. März 2019, 12:26 Uhr
Die Kriminalität im Kanton Appenzell Innerrhoden hat im letzten Jahr abgenommen, ausser im Bereich der Gewaltstraftaten, wo es einen markanten Anstieg gab.
Ein Beamter der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden steht vor seinem Dienstfahrzeug. (Archiv)
© Keystone/Gian Ehrenzeller

Mit 398 Straftaten im Jahr 2018 ist die Gesamtkriminalität in Innerrhoden um knapp 14 Prozent zurückgegangen. Eigentlich ein erfreuliches Resultat der diesjährigen Kriminalstatistik. Allerdings wirft die Zahl der Gewalttaten ein schweres Schlaglicht auf die Situation.

Markanter Anstieg bei Gewaltandrohungen

«Mit 56 erfassten Straftaten gegenüber dem Vorjahr (24 Straftaten) zeigt sich bei den Gewaltstraftaten, welche die vorsätzliche Anwendung oder Androhung von Gewalt gegen Personen beinhalten, ein markanter Anstieg», teilt Innerrhoden mit.

Auffällig ist der Bereich schwere Körperverletzung: Hier gab es zehn Fälle, während es im Jahr 2017 nur einen Fall gab. Alle Fälle wurden aufgeklärt.

Die Aufklärungsrate bei Tötungsdelikten. schweren Körperverletzungen und Nötigungen ist im Kanton Appenzell Innerrhoden sehr hoch.
© PD

69 Kilogramm Kokain in Appenzell

Einen historischen Tiefstand gab es bei Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz – es waren nur 15 Straftaten. Besonders aussergewöhnlich und rekordverdächtig war die Sicherstellung von rund 69 Kilogramm Kokain in einem Schiffscontainer in Appenzell.

Angela Mueller
Quelle: agm
veröffentlicht: 27. März 2019 12:02
aktualisiert: 27. März 2019 12:26