Neuer Glanz fürs Appenzeller Heilbad

Stephanie Martina, 26. Oktober 2017, 15:39 Uhr
Während gut eines halben Jahres wurde das Heilbad Unterrechstein für 4,5 Millionen Franken umgebaut und modernisiert. Morgen Freitag öffnet das in «Appenzeller Heilbad» umbenannte Bad seine Türen – doch noch fehlt der letzte Feinschliff.

Im Heilbad herrscht Hochbetrieb: Denn bis zur morgigen Eröffnung gibt's noch allerhand zu tun. Die letzten Duschbrausen werden montiert, Werkzeuge weggeräumt. Zudem müssen die Schilder mit den Beschriftungen angebracht werden – schliesslich sollen sich die Badegäste in den neu gestalteten Bereichen problemlos zurecht finden.

Holz und Stein

Während gut sechs Monaten wurde das Heilbad Unterrechstein umgebaut. Rund 4,5 Millionen Franken wurden in die Erneuerung und Modernisierung des Heilbades investiert. Vor allem im Empfangsbereich sowie im Garderoben-, Dusch-, Ruhe- Therapie- und Wellnessbereich fanden Um- und Erweiterungsbauten statt. Dafür wurde vor allem auf Naturmaterialien wie Holz und Stein gesetzt. «Besonders stolz sind wir auf unser neues Bistro, in dem wir künftig unsere Badegäste verköstigen können», sagt Geschäftsführer Sandro Agosti.

Ab morgen Freitag kommen die Badegäste in den Genuss des neuen Bistros. Auf die Besucher warte zudem die eine oder andere Überraschung, verspricht Agosti. Gleichzeitig hofft er, dass es am Tag der Wiedereröffnung keine bösen Überraschungen für das Heilbad geben wird: «Bei Eröffnungen kann schon mal etwas schief gehen. Es wird auch morgen einige Knacknüsse geben wie etwa das neue Zutrittssystem, das möglicherweise technische Tücken bereithält. Aber da es die Testläufe bestanden hat, sind wir zuversichtlich, dass alles klappen wird.»

Komplett neuer Auftritt

Das Bad erhielt jedoch nicht nur baulich neuen Glanz, sondern auch imagemässig. So heisst das ehemalige Mineralheilbad Unterrechstein neu Appenzeller Heilbad. Zudem wirbt das Bad neu mit Slogans wie «ganz schön erholsam» oder «ganz schön gesund».

Während im Eingangs- und Umkleidebereich alles «ganz schön neu» ist, ist im Bad selbst alles beim Alten geblieben. Es wurde 1982 erbaut und seither regelmässig modernisiert und erweitert. 2005 wurde der Aussenbereich mit Sprudelliegen eröffnet, 2008 die Saunalandschaft im Untergeschoss. Seit den 80er-Jahren hat das Heilbad 12,5 Millionen Franken investiert. Zuletzt sorgte das Bad allerdings für negative Schlagzeilen, weil es 2012 Schülern mit geistigen und körperlichen Behinderungen den Zugang ins Bad verweigerte.

Stephanie Martina
veröffentlicht: 26. Oktober 2017 15:31
aktualisiert: 26. Oktober 2017 15:39