Landegg Eggersriet

Regierung: Asylzentrum soll definitiv geschlossen werden

2. März 2020, 11:29 Uhr
Der Ausserrhoder Regierungsrat wehrt sich gegen die geplante Unterbringung von minderjährigen Asylsuchenden.
© Tagblatt/Michel Canonica
Der Ausserrhoder Regierungsrat ist dagegen, dass in der Landegg in Eggersriet unbegleitete, minderjährige Asylsuchende untergebracht werden sollen. Er hält weiterhin daran fest, dass die Landegg zu schliessen sei.

Ab kommendem Jahr sollen in der Liegenschaft Landegg in Eggersriet unbegleitete, minderjährige Asylsuchende untergebracht werden. Das, nachdem das ehemalige Gymnasium Marienburg in Thal nicht mehr zur Verfügung steht. Der Trägerverein Integrationsprojekte St.Gallen hatte Anfang Januar über die Pläne in der Landegg informiert.

Ausserrhoden setzt auf Unterstützung aus St.Gallen

Gar nicht erfreut über dieses Vorhaben ist der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden. Die Landegg werde seit über zehn Jahren von den beiden Kantonen Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen als gemeinsames Asylzentrum betrieben. Damit sei nun Schluss. Das Zentrum soll endgültig geschlossen werden. «Spätestens per Ende März 2021», schreibt der Ausserrhoder Regierungsrat in einer Mitteilung. «Der Regierungsrat spricht sich gegen die Pläne aus und ersucht die St.Galler Regierung um Unterstützung.»

Schliessung wurde vor zehn Jahren bestimmt

Die Regierungen beider Kantone (St.Gallen und Ausserrhoden) seien von den Plänen des Trägervereins Integrationsprojekte St.Gallen überrascht worden. «Beide Kantone wurden vorgängig nicht über die Absichten informiert», schreibt die Regierung weiter. Der Trägerverein habe ohne Miteinbezug der Regierungen einen Mietvertrag mit der Eigentümerin Landegg abgeschlossen, weil eine Nachfolgelösung für die Marienburg benötigt wurde.

Dass die Landegg im Frühling nächstes Jahr schliesst, hatten die Kantone St.Gallen und Ausserrhoden bereits vor zehn Jahren vereinbart. 

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 2. März 2020 11:29
aktualisiert: 2. März 2020 11:29