Alpstein

Schwieriger Saisonstart: Bergbeizen finden kaum Angestellte

4. Mai 2022, 19:08 Uhr
Die Personalsituation in den Bergbeizen im Alpstein ist angespannt. Kurz vor dem Saisonstart fehlen vielerorts noch Angestellte. Ein Grund ist, dass sich viele Gastroarbeiter während der Corona-Pandemie umorientiert haben.
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Quelle: tvo

Mitte Mai starten die meisten Berggasthäuser im Alpstein ihre Saison. Doch noch immer suchen viele Wirtinnen und Wirte nach Personal, wie das «SRF-Regionaljournal» berichtet. Die Suche gestaltet sich nach Corona um einiges schwieriger. «Sei es die Maskenpflicht oder die Kurzarbeit; beides war nicht so förderlich», sagt Thomas Manser, Präsident des Bergwirtevereins Alpstein. Viele Gastroarbeitende hätten sich deshalb umorientiert. Und das bekommen die Wirtenden nun zu spüren.

Job-Sharing und Kurzeinsätze

Personal sei nicht nur rar, weil sich viele Personen umorientiert hätten. So konnten die Bergbeizen noch vor Corona oft auf Saisonarbeitende, wie etwa Studierende, setzen. Nun würden viele aber an sicheren Anstellungen festhalten und wären deshalb nicht mehr gleich bereit, saisonal zu arbeiten. Um das Jobangebot trotzdem attraktiv zu machen, bieten die Berggasthäuser neuen Angestellten oft Job-Sharing, freie Wochenende oder Kurzeinsätze.

«Mussten länger suchen»

Auch das Berggasthaus Ebenalp hat den Personalmangel zu spüren bekommen. «Wir mussten länger suchen und intensiver Werbung machen. Wir haben das Glück, dass wir ein Ganzjahresbetrieb sind. Wir müssen nicht im Frühling das ganze Team auffahren», sagt Sepp Kölbener, Wirt der Ebenalp. Weshalb die Personalsuche so schwierig sei, kann der Wirt nicht sagen. Die Gastrobranche sei nicht die einzige Branche, die Schwierigkeiten hätte.

Trotz mangelndem Personal würden aber alle Bergbeizen im Alpstein öffnen, weiss Kölbener. Die Topsaison sei erst im Sommer, bis dann hätten die Wirte noch Zeit, Personal zu suchen.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 4. Mai 2022 18:53
aktualisiert: 4. Mai 2022 19:08
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