Unterschriften für Spital Heiden eingereicht

René Rödiger, 3. April 2017, 10:25 Uhr
Das Spital Heiden verursachte im Jahr 2015 einen Verlust von 4,8 Millionen Franken. (Archiv)
Das Spital Heiden verursachte im Jahr 2015 einen Verlust von 4,8 Millionen Franken. (Archiv)
© TAGBLATT/Benjamin Manser
Rund 12'000 Personen haben die Petition «Zukunft für Spital Heiden» unterschrieben. Sie fordern den Erhalt des Regionalspitals. Die Petition wurde am Montag in Herisau der Regierung übergeben.

In einer Mitteilung schreiben die Petitionäre von einem «überwältigenden Resultat». Die Verantwortlichen aus Politik und des Ausserrhoder Spitalverbunds sollten das deutliche Zeichen als Motivation zum Einsatz für die Zukunft des Spitals Heiden nehmen.

Nicht nur Personen aus Heiden haben die Petition unterzeichnet. Auch über 3000 Personen aus den st.gallischen Nachbargemeinden unterzeichneten. Rund 1700 Unterschriften kamen aus anderen Regionen und Kantonen.

Das Regionalspital Heiden arbeitet seit Jahren defizitär. 2016 betrug der Fehlbetrag 6,8 Millionen Franken. Das Spital beschränkt sich deshalb ab April auf die Innere Medizin und die Geburtshilfe. 45 Mitarbeitende erhielten wegen der Reorganisation die Kündigung.

Auch die Zukunft der Frauenklinik in Heiden stand zeitweise in Frage, weil die Chefärztin und drei Belegärzte gekündigt hatten. Ende März gab der Spitalverbund SVAR bekannt, die Frauenklinik werde weitergeführt. Die personellen und fachlichen Ressourcen seien vorhanden.

Die Ausserrhoder Regierung will mit einer Revision des Spitalverbundsgesetzes dem SVAR mehr unternehmerischen Spielraum geben. Die Spitalstandorte Herisau und Heiden sollen aus dem Gesetz gestrichen werden. Damit könnte der SVAR theoretisch ab 2019 eine Spitalschliessung beantragen. Entscheiden würde die Regierung.

René Rödiger
Quelle: SDA/red.
veröffentlicht: 3. April 2017 10:25
aktualisiert: 3. April 2017 10:25