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Ausrüstung

Wetter, Wind und Wanderschuhe – so gelingt dein Ausflug in die Berge

Lara Abderhalden, 10. Juli 2021, 14:01 Uhr
Der Berg ruft: Mittlerweile sind viele Gipfel in der Schweiz vom Schnee befreit. Dadurch sind auch alpine Wanderungen wieder möglich. Die oberste Bergführerin der Schweiz, Rita Christen, gibt fünf Tipps, die bei der Planung von anspruchsvollen Wanderungen helfen.
Wanderung beim Schäfler Richtung Säntis: Gute Vorbereitung ist der halbe Weg.
© Tagblatt Archiv

Rita Christen ist Präsidentin des Schweizer Bergführerverbands, ihre fünf Tipps sind für Spaziergänge beispielsweise an den Seealpsee gedacht, sondern für alpine Wanderungen in steilem Gelände ab der Schwierigkeit T3.

1. Wanderführer kaufen

Es gibt mittlerweile zahlreiche Apps, die den Ausflug in die Berge erleichtern oder einem den Weg weisen. Dennoch findet Rita Christen einen physischen Wanderführer immer noch die beste Lösung. Dieser funktioniere auch ohne Akku und Empfang. Sie empfiehlt beispielsweise einen SAC-Führer (Schweizer Alpen-Club). Die Informationen dort würden aus verlässlichen Quellen stammen, da die Autoren selbst Wanderer oder Bergsteiger sind.

2. Das Wetter auf verschiedenen Kanälen studieren

Einer der wichtigsten Faktoren bei Wanderungen in den Bergen ist das Wetter. Dieses sollte vor jeder Wanderung gründlich studiert werden. Rita Christen verwendet dazu drei verschiedene Apps: MeteoSchweiz, SRF Meteo und Meteoblue. Je nachdem wie labil und schwierig  die Situation einzuschätzen sei, verschaffe sie sich Informationen von noch weiteren Wetterdiensten.

3. Wanderung planen

Ein sehr wichtiger Schritt ist die Planung. Die Bergführerin schlägt vor, dass sich Wanderbegeisterte zuhause hinsetzen und für jede Phase der Wanderung einen Plan machen. So laufe man nicht Gefahr, sich einfach treiben zu lassen. Rita Christen hilft es, wenn sie mental die Tour durchgeht, sich kritische Punkte und mögliche Probleme merkt. So habe sie schon im Voraus ein präzises Bild der Tour und kann sie je nachdem noch anpassen.

4. Sich über Zustand der Wanderwege erkundigen

Dieses Jahr habe es aufgrund des schneereichen Winters überdurchschnittlich viel Altschneeresten in den Bergen. Diese sind vor allem gefährlich, wenn sie am Morgen noch hart  und in abschüssigem Gelände. Eine Analyse der Wanderunfälle zeigt, dass einer der Hauptgründe für Unglücke, das Ausrutschen auf Schnee ist. Deshalb sollen sich die Wanderer bei Berggasthäusern, Bergbahnen oder über die Webcams über den Zustand der Wege informieren.

5. Einen Führer nehmen

Wer überhaupt keine Ahnung vom Alpinwandern hat, der kann sich beim ersten Mal von einer Wanderleiterin oder einem Wanderleiter führen lassen. Gemäss Rita Christen gibt es in der ganzen Schweiz Wanderleiter, die Wanderungen anbieten. Für technisch schwierigere Routen sind dann Bergführerinnen und Bergführer zuständig.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 10. Juli 2021 13:33
aktualisiert: 10. Juli 2021 14:01