Armee wirbt in St.Galler Schulen

Nina Müller, 31. Juli 2019, 14:22 Uhr
Die Schweizer Armee habe eine Informationsoffensive lanciert, um für militärische Karrieren zu werben, schreibt ein St. Galler SVP-Kantonsrat und fordert die Regierung auf, entsprechende Vorträge an Berufsschulen und Gymnasien zu fördern.
Die Schweizer Armee habe eine Informationsoffensive lanciert, um für militärische Karrieren zu werben, schreibt ein St. Galler SVP-Kantonsrat und fordert die Regierung auf, entsprechende Vorträge an Berufsschulen und Gymnasien zu fördern.
© Keystone
Mehr Werbung für das Militär in St.Galler Schulen: Das fordert das SVP-Kantonsratsmitglied Sascha Schmid. Hintergrund ist eine Informationsoffensive der Schweizer Armee.

In der Informationsoffensive habe die Armee angehende Offiziere und Unteroffiziere aufgefordert, in ihren ehemaligen Schulen Vorträte zu militärischen Karrieremöglichkeiten anzubieten, schreibt Schmid in seinem Vorstoss. Dadurch soll das Image der Schweizer Armee aufgebessert und die Personalknappheit vermindert werden.

Zudem fordert der St.Galler SVP-Kantonsrat die Regierung auf, entsprechende Vorträge an Berufsschulen und Gymnasien zu fördern. Es liege im Interesse des Kantons St. Gallens, für eine personell gut besetzte Armee zu sorgen, argumentiert der Parlamentarier.

Entscheid liegt bei den Bildungsinstitutionen

Sie stelle die Sicherheit und die Bewältigung von ausserordentlichen Situationen sicher. Der Entscheid, ob solche Vorträge stattfinden können, liege bei den Bildungsinstitutionen. Ausserdem wollte Schmid von der Regierung wissen, ob  Bildungsinstitutionen im Kanton St. Gallen angefragt worden seien und ob bereits Informationsveranstaltungen stattgefunden hätten. Eine Stellungsnahme von der Regierung erhielt Schmid bisher noch nicht.

Werbung sei keine Kampagne

Es handle sich dabei nicht um eine Kampagne, sagt Daniel Reist, Mediensprecher der Armee, auf Anfrage von Keystone-SDA. Interessierten Schulen würden auf deren Wunsch hin Informationen über die Armee aus Sicht von Kaderanwärtern oder Kadern vermittelt. Dabei gehe es um persönliche Erfahrungswerte für ungefähr gleichaltrige Altersgenossen.

Einige Vorträge haben bereits stattgefunden und diese sind gemäss Reist gut bei den Schülern angekommen. Um eine Bilanz zu ziehen, sei es aber noch zu früh.

Nina Müller
Quelle: red.
veröffentlicht: 31. Juli 2019 14:04
aktualisiert: 31. Juli 2019 14:22