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Kein Geld

Aus der Traum: St.Galler Steve Schild muss sein Mars-Abenteuer begraben

14. Oktober 2021, 08:12 Uhr
Er hätte den Mars besiedeln sollen. Neue Erkenntnisse für die Menschheit sammeln sollen. Doch jetzt ist es vorbei: Der St.Galler Steve Schild wird nicht auf den Mars fliegen, die Investoren des Projekts Mars One sind abgesprungen.
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Quelle: tvo

Steve Schild (37) hat schon länger einen Traum. Den Traum, ins Weltall zu fliegen. Und dort bei der ersten Marskolonie dabei zu sein. Ein One-Way-Trip. Vor sechs Jahren kam er diesem Traum ganz nah: Er wurde aus 200'000 Bewerbern weltweit unter die 100 potenziellen Kandidaten gewählt.

Seither trainierte er dafür. Bereitete sich vor. Und gründete trotz der künftigen Reise ohne Wiederkehr eine Familie, hat Frau und zwei Kinder.

Jetzt ist der Traum geplatzt. Schild: «Die Investoren sind abgesprungen, die Verträge kamen nicht zustande.» Diese Information bekam er per Mail. Für ihn eine riesige Enttäuschung. «Es ist scheisse. Ich hatte es geahnt, ich hatte es gespürt. Aber die Hoffnung war immer da, dass es weiter geht.» Und: «Es ist eine kleine Welt zusammengebrochen.»

Nun kann der 27-Jährige mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Er sieht es positiv: «Ich habe viele Leute weltweit kennengelernt. Und das Projekt Mars One hat immerhin dazu geführt, dass darüber geredet wird, dass man auf andere Planeten gehen muss, damit wir als Menschheit weiter kommen.»

Und ganz vorbei soll der Traum doch nicht sein, jemand wie Steve Schild gibt nicht einfach auf: «Irgendwann gehe ich in den Weltraum. Auch wenn ich 80 sein sollte, auch wenn es nur ein Weltraum-Spaziergang ist. Irgendwann geht diese Türe auf, da bin ich mir ganz sicher.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 13. Oktober 2021 19:05
aktualisiert: 14. Oktober 2021 08:12