Babybrei-Vergifter: Fahndung läuft auf Hochtouren

30. September 2017, 14:49 Uhr
Nach diesem Mann wird gefahndet.
Nach diesem Mann wird gefahndet.
© Polizeidirektion Konstanz
Die Polizei von Baden-Würtemberg ist auf der Jagd nach einem Mann, der in Supermärkten Babybrei vergiftet hat. Dabei kann sie sich auch auf Hinweise aus der Bevölkerung stützen. Über 650 Anrufe sind bisher eingegangen.

Die Telefone auf dem Polizeiposten stehen nicht mehr still. Es sind schon über 650 Anrufe über die Telefon-Hotline eingegangen. Teils von besorgten Bürgern, die sich über den Sachstand informieren wollen, etliche aber auch von Anrufern mit konkreten Hinweisen zum gesuchten Erpresser. Zudem seien etwa 60 Hinweise per Mail eingegangen.

100 Hinweise zur Person eingegangen

«Es sind schon brauchbare Hinweise eingegangen. Es dauert aber seine Zeit, bis diese bis ins Detail überprüft werden können. Rund 100 Hinweise kamen allein zur gesuchten Person rein», sagt Markus Sauter, Mediensprecher des Polizeipräsidiums Konstanz.

Die Beamten prüfen rund um die Uhr, was hinter den Hinweisen steckt. Um den etwa 50 Jahre alten Täter zu fassen, bildete die Polizei die 220-köpfige Sonderkommission «Apfel». Es wird auch international nach dem Mann gefahndet. Dies vor allem in der Schweiz und Österreich. Der unbekannte Mann vergiftete Babybrei und fordert zehn Millionen Euro – andernfalls will er wieder zuschlagen.

Bislang keine heisse Spur

Es gäbe Hinweise, denen sogleich nachgegangen wird und solche, die in der Priorität etwas nach hinten rutschen. «Dennoch müssen sämtliche Hinweise von der Sonderkommission abgearbeitet werden», sagt Sauter. Die Polizei Konstanz arbeitet mit anderen Ermittlungsbehörden zusammen - auch mit solchen aus anderen Ländern. «Wird eine heisse Spur verfolgt, sind alle mit im Boot», sagt Sauter.

Er sagt, bislang gäbe es keine neuen Erkenntnisse oder eine heisse Spur. «Wir können noch nichts Neues zum Fall sagen. Bei den Spuren, die verfolgt wurden, hat sich noch nichts ergeben», sagt Sauter. Es gehe nun darum, den Fahndungsdruck auf die gesuchte Person - den Giftausbringer - zu erhöhen. «Das Risiko ist hoch, dass unbemerkt weitere vergiftete Produkte in Supermärkten platziert werden», sagt Sauter.

Mit diesem Video sucht die Polizei nach dem Mann:

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Quelle: red.
veröffentlicht: 29. September 2017 11:08
aktualisiert: 30. September 2017 14:49