Wetter

Bevor Null-Grad-Grenze um 3000 Meter sinkt: «Heute unbedingt rausgehen»

Laurien Gschwend, 18. November 2020, 10:42 Uhr
Der goldene Herbst macht bald eine kurze Pause. (Symbolbild)
© Keystone
Eine Kaltfront lässt die Schneefallgrenze in den nächsten Tagen massiv absinken. Der Winter hält aber (noch) nicht Einzug.

Wer kann, sollte heute Mittwoch das Homeoffice oder das Büro für einige Stunden verlassen – es ist ein Traumtag angesagt. «Insbesondere in der Höhe ist das Wetter heute genial», sagt der FM1-Wetterexperte Klaus Marquardt. Es werde sonnig und mild. «Schöner kann es in den Bergen kaum mehr werden zu dieser Jahreszeit.»

Balkon winterfest machen

Das Wetter sei denn auch ideal, um Arbeiten rund ums Haus zu erledigen und Balkon und Garten winterfest zu machen. Am Samstag könnte es den ersten verbreiteten Frost in dieser Saison geben. «Jetzt ist die Zeit reif, um Exoten oder auch den Basilikum vom Fensterbrett reinzuholen», sagt Marquardt.

Kein Wintereinbruch

Am Donnerstag erreicht eine Kaltfront von Westen her das FM1-Land. Ab dem Vormittag regnet und windet es stark, die Null-Grad-Grenze sinkt von aktuell rund 4000 Metern auf rund 1500 am Donnerstagmittag. Am Abend geht sie auf 1000 bis 1200 Meter runter und am Freitag auf bis zu 600. «Von einem Wintereinbruch ist aber nicht die Rede», erklärt der Meteorologe von Meteonews.

Während am Mittwoch noch bis zu 15 Grad drinliegen, wird es in St.Gallen und Chur am Donnerstag bei acht bis zehn Grad und Freitag bei vier Grad deutlich frischer.

«Schuss vor den Bug»

Der Niederschlag konzentriere sich auf den Donnerstagvormittag. «Es kann bis auf 1000 Meter zwar runterzuckern, der Schnee bleibt aber nicht liegen.» Auf das Wochenende hin baue sich bereits das nächste Hoch auf. «Der Fall der Schneefallgrenze ist nur ein Schuss vor den Bug», sagt Marquardt.

Der goldene Herbst ist also noch nicht vorbei. Und Skiferien – zumindest in der Region – unrealistisch: «Skifahren ist bis auf weiteres nur auf den Gletschern möglich.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 18. November 2020 10:42
aktualisiert: 18. November 2020 10:42