Bodenseeregion: Hasen sterben an der Pest

Lara Abderhalden, 27. März 2018, 15:18 Uhr
Am Bodenseeufer wurden im Februar mehrere tote Hasen gefunden. (Symbolbild)
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In der Region Bodensee wurden tote Feldhasen gefunden, die an der Hasenpest gestorben sind. Hunde, die in Kontakt kommen mit den Kadavern, können sich anstecken und die Krankheit im schlimmsten Fall auf den Menschen übertragen.

«Wir haben im Februar zwei tote Feldhasen gefunden, bei denen die Hasenpest festgestellt wurde», sagt Robert Schwarz, vom Veterinäramt des Bodenseekreises in Friedrichshafen. Zuletzt gab es Meldungen aus den Gegenden bei Raderach und Markdorf.

Hundehalter aufgepasst

Laut Robert Schwarz vom Veterinäramt besteht für Fussgänger keine Gefahr, aber: «Hundehalter, Jäger und Eltern sollten darauf achten, dass der direkte Kontakt mit den toten Tieren vermieden wird.» Bei sehr engem Kontakt könne sich die Krankheit auf Menschen oder Hunde übertragen.

Die Hasenpest, auch Tularämie genannt, ist eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich bei wildlebenden Hasen, Kaninchen oder Nagetieren vorkommt. Es gab im Bodenseekreis in den letzten Jahren immer wieder Meldungen über die Hasenpest. «Zuletzt sind im Bodenseekreis in den Jahren 2008, 2009, 2012 sowie im Dezember 2017 und im Februar 2018 einzelne Fälle bei Feldhasen nachgewiesen worden.»

Bis jetzt keine Fälle in der Ostschweiz

Spaziergänger oder Hundehalter, die kranke oder tote Hasen finden, sollten diese nicht anfassen, sondern den Jäger oder Wildhüter der Region kontaktieren. Jäger sollten die Tiere mit Schutzhandschuhen in eine Plastiktüte verpacken.

In schweren Fällen kann der enge Kontakt zu infizierten Tieren bei Menschen zu einer schweren Infektion führen. «Bei einem besonders schweren Verlauf kann solch eine Infektion auch zum Tod führen», sagt Schwarz. Solch schwere Fälle sind in der Bodenseeregion bis jetzt noch nicht bekannt.

In den Kantonen St.Gallen und Thurgau wurden bis jetzt noch keine Fälle der Hasenpest registriert. Dennoch sei man natürlich stets aufmerksam.

Lara Abderhalden
Quelle: red.
veröffentlicht: 27. März 2018 15:07
aktualisiert: 27. März 2018 15:18