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Silvesternacht im FM1-Land

Brände wegen Feuerwerk, Streitereien und Ruhestörungen: Polizeibilanz trotzdem positiv

1. Januar 2022, 15:20 Uhr
70 Einsätze leistete die Kantonspolizei St.Gallen in der Silvesternacht, rund ein Dutzend jene des Kanton Thurgau. Obwohl es wie jedes Jahr in der Silvesternacht zu Vorfällen mit Feuerwerk und zu Ruhestörungen kam, verlief der Jahreswechsel ein wenig ruhiger als in den Vorjahren.
Wohl auch wegen Feuerwerk: In Heerbrugg brannte in der Silvesternacht eine Hecke.
© Kapo SG

Coronabedingt verlief der Jahreswechsel in der Ostschweiz auch in diesem Jahr etwas anders, zumeist etwas ruhiger, so auch für die Ostschweizer Polizeisektionen.

Für die Kantonspolizei St.Gallen gab es dennoch einiges zu tun. Sie musste zu rund 70 Einsätzen ausrücken. In vier Fällen, weil Personen Böller oder Raketen gegen Gebäude zündeten oder auf vorbeifahrende Autos warfen, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt.

Hochsprungmatte versehentlich in Brand gesetzt

Auch in Rapperswil-Jona gab es Vorfälle mit Feuerwerk. Ein Parkticketautomat wurde beschädigt und auf einer Leichtathletikanlage geriet eine Hochsprungmatte in Brand, wie das «St.Galler Tagblatt» schreibt. Jugendliche hatten dort vorher mit Feuerwerk gezeuselt. In Uzwil wurden zudem zwei Abfalleimer stark beschädigt, mutmasslich ebenfalls wegen Feuerwerk.

In rund zehn Fällen musste die Polizei wegen Ruhestörung im privaten sowie öffentlichen Bereich ausrücken. Sie konnte jedoch schnell für Ruhe sorgen. Die Beteiligten zeigten sich meist einsichtig und drosselten die Lautstärke oder lösten die Feierlichkeiten gar auf.

Interventionen im häuslichen Bereich

Zu Einsätzen wegen persönlicher Lebenskrisen ist es an drei Orten gekommen. Teilweise mussten die Personen fachärztlich begutachtet werden.

In sechs Fällen mussten zudem Patrouillen der St.Galler Kantonspolizei bei Streitereien im Privatbereich intervenieren und schlichten. In Sargans und Rapperswil-Jona ist es zudem zu je einer Auseinandersetzung unter Barbesuchenden gekommen. Die Polizei konnte schlichten – verletzt wurde niemand.

Feuerwehr muss wegen brennender Abfalleimer ausrücken

Auch die Feuerwehr musste in der Silvesternacht ausrücken, mehrere Male wegen brennender Abfalleimer. In Rorschach, Oberbüren und Ebnat-Kappel gerieten zudem Niederflurcontainer in Brand. In Heerbrugg brannte gar eine Hecke.

In allen Fällen konnte das Feuer rasch gelöscht werden. Nach ersten Erkenntnissen war abgelassenes oder falsch entsorgtes Feuerwerk meistens Grund für die Brände. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere tausend Franken geschätzt.

Stadt St.Gallen: Einsätze wegen Feuerwerk und Ruhestörungen

Zu keinen grösseren Zwischenfällen ist es in der Stadt St.Gallen gekommen, wie die Stadtpolizei schreibt. Sie musste zwei Mal wegen betrunkener Personen ausrücken. Zudem gingen fünf Ruhestörungen ein.

In den Stunden vor Mitternacht war etwas mehr los. So mussten die Patrouillen acht Mal wegen Meldungen über Jugendliche mit Feuerwerk zu Einsätzen ausrücken. Dabei soll teils Feuerwerk in der Nähe von Häusern oder Strassen abgefeuert worden sein. «Gemäss polizeilichen Kenntnissen wurde niemand verletzt und es entstand kein Sachschaden. Jedoch brannten aus unbekannten Gründen ein Unterflurcontainer und ein Abfallkübel.» Beide Brände konnten schnell gelöscht werden.

Die Einsätze bewegen sich laut der St.Galler Stadtpolizei im Rahmen der Vorjahre. Da es zu keinen grösseren Zwischenfällen gekommen ist, zieht sie für die Neujahrsnacht eine positive Bilanz.

Meist friedliche Silvesterfeiern im Thurgau

Ebenfalls etwas ruhiger verlief der Jahreswechsel im Kanton Thurgau. Aus Sicht der Thurgauer Kantonspolizei sind die Feiern meist friedlich geblieben. Von Freitagabend bis Samstagmorgen gingen bei der kantonalen Notrufzentrale rund ein Dutzend Meldungen über Ruhestörungen im Zusammenhang mit Party- oder Feuerwerkslärm ein.

Wie die Thurgauer Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt, wurden in drei Fällen Briefkästen und ein Robidog-Behälter mit Feuerwerk beschädigt. «Bei fünf kleineren Bränden blieb es bei Sachschaden, verletzt wurde niemand», heisst es in der Mitteilung.

Um 2.15 Uhr kontrollierte eine Patrouille der Kantonspolizei in Amriswil zudem einen Autofahrer, der zuvor durch seine Fahrweise aufgefallen war. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab beim 21-jährigen Schweizer einen Wert von 1,16 Promille. Sein Führerausweis wurde daraufhin auf Probe zu Handen des Strassenverkehrsamts eingezogen.

(red.)

Quelle: St.Galler Tagblatt
veröffentlicht: 1. Januar 2022 10:18
aktualisiert: 1. Januar 2022 15:20