CVP schickt Tschirky ins Rennen um Stadtratssitz

Stephanie Martina, 14. Juni 2017, 19:36 Uhr
Die CVP der Stadt St.Gallen will den frei werdenden Sitz im Stadtrat mit Boris Tschirky verteidigen. Tschirky soll die Nachfolge von Nino Cozzio antreten, der per Ende Jahr krankheitshalber zurücktritt.
Boris Tschirky erklärt, wie sich die Löhne zusammensetzen.
© SGT/Claudio Heller

Die CVP der Stadt St.Gallen hat sich am Dienstagabend im Historischen Völkerkundemuseum getroffen, um ihren Kandidaten für die Stadtratsersatzwahl im September zu nominieren. Boris Tschirky heisst der Kandidat, den die Mitglieder der CVP Stadt St.Gallen für die Wahl um den frei werdenden Sitz von CVP-Stadtrat Nino Cozzio bestimmt haben.

Gemeindepräsident und Kantonsrat

Tschirky ist seit 2013 Gemeindepräsident der Politischen Gemeinde Gaiserwald und seit 2016 CVP-Kantonsrat des Wahlkreises St.Gallen-Gossau. Zuvor war er Direktor von St.Gallen-Bodensee Tourismus. Als ehemaliges Mitglied des St.Galler Stadtparlaments und der städtischen Geschäftsprüfungskommission ist der gebürtige Rheintaler mit den Bedürfnissen der Stadt St.Gallen bestens vertraut, zeigt sich die CVP in ihrer Mitteilung überzeugt.

Cozzio tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück

Polizei- und Sozialdirektor Nino Cozzio tritt auf Ende Jahre krankheitshalber aus der Stadtregierung zurück. Im Sommer 2015 wurde bei Cozzio eine Krebserkrankung diagnostiziert. Der 59-Jährige musste sich daraufhin einer Chemotherapie unterziehen. Während der Behandlung führte er sein Amt als Direktor Soziales und Sicherheit jedoch weiter, allerdings in reduziertem Umfang. In den letzten Monaten habe die Krankheit zu einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit geführt. Deshalb hat sich Cozzio dazu entschieden, aus gesundheitlichen Gründen per Ende 2017 zurückzutreten.

SVP greift mit Jürg Brunner an

Gestern gab die Stadt St.Galler SVP bekannt, dass sie den freiwerdenden Sitz mit Jürg Brunner angreifen werde. Die SP ist bereits mit zwei Personen (Maria Pappa und Peter Jans) vertreten. Sie könnte aber eine Kandidatur der Grünen unterstützen, sofern diese überhaupt jemanden ins Rennen schicken. Die FDP, mit Stadtpräsident Thomas Scheitlin, dürfte kaum den CVP-Sitz angreifen. Allerdings steht bereits fest, dass es am 24. September zu einer Kampfwahl kommen wird.

TVO-Interview mit Boris Tschirky:

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Stephanie Martina
Quelle: red.
veröffentlicht: 13. Juni 2017 19:32
aktualisiert: 14. Juni 2017 19:36
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