Der 6-Meter-Turm aus Kapla-Hölzli

Nina Müller, 16. Juni 2018, 09:38 Uhr
7000 Kapla-Hölzli, sieben Tage und ein Mann. Daniel Böckle hat sich zum Ziel gesetzt, einen sechs-Meter hohen Turm aus Kapla-Hölzli zu bauen. Dafür mietete er extra eine Schreinerei und nahm sich eine Woche frei.

«Ich habe einen Wolkenkratzer von Craig Hanson im Internet gefunden und den wollte ich dann nachbauen» , sagt Daniel Böckle. Seine grosse Leidenschaft sind Kapla-Hölzli. Was viele von uns als schöne Kindheitserinnerung sehen, hat der 29-Jährige zu seinem Hobby gemacht. «Dieser Wolkenkratzer hat mir gut gefallen und es gibt noch nicht viele so hohe Gebäude aus Kapla-Hölzli», sagt Böckle.

Zwei Monate Vorbereitungszeit

Doch so ein aufwendiges Projekt will gut vorbereitet sein. Um mehr Bilder vom Wolkenkratzer zu haben, hat Daniel Kontakt mit dem Architekten selbst aufgenommen. «Die Bilder habe ich lange analysiert und anschliessend ging das Planen los.» Er habe sich Fragen gestellt wie: Wo habe ich eine genug hohe Decke für so ein Projekt? Wie viel Zeit wird es brauchen?

Zur Vorbereitung hat er viel gezeichnet und einige Etappen sogar schon vorher mal aufgebaut. Sein ehemaliger Werklehrer hat ihm dann seine Schreinerei für einen günstigen Preis zur Verfügung gestellt. Nun stand dem aussergewöhnlichen Bauprojekt nichts mehr im Weg.

Die Spitze des Turm war am Schwierigsten zu bauen. (Bild: Daniel Böckle)

«Die Turmspitze war am Schwierigsten»

Eine Woche lang, bis zu elf Stunden am Tag war Daniel mit seinem Herzensprojekt beschäftigt. Erst wenn die Hände angefangen hatten zu zittern, hat Böckle sein Handwerk niedergelegt. Die grösste Herausforderung war die Spitze.

«Das Schwierige daran ist, die Spitze gerade zu halten. Der Schreiner hat mir zwar ein Podest zur Verfügung gestellt, aber wenn ich beim Fundament nur einen halben Millimeter verschiebe, sind es oben dann schon ein paar Zentimeter zu viel nach links oder rechts. Das lässt sich bei der Spitze nur noch schwer korrigieren», sagt Daniel. Trotz den schwierigen Hürden hat Daniel seinen Turm ohne Zwischenfälle fertig bauen können. Bei keiner Etappe ist der Turm mal ins Schwanken gekommen oder gar zusammengekracht.

Mit einem selbstgebastelten Abrisskugel wurde der Turm umgeworfen

«Das Aufbauen macht mir mehr Spass, als das Abreissen. Es ist herausfordernd und entspannend zugleich. Leider brauchte mein ehemaliger Handwerklehrer seine Schreinerei natürlich wieder. Das Umwerfen des Turmes liess sich also nicht umgehen», sagt Daniel.

Dafür hat Böckle seine ganze Familie eingeladen. Mit einem Hacken und einer alten Holzkugel bastelte Daniel mit dem Schreiner zusammen eine Abrisskugel:

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Nina Müller
Quelle: nm
veröffentlicht: 16. Juni 2018 06:06
aktualisiert: 16. Juni 2018 09:38