Der schwarze Schwan ist eine Bedrohung

Angela Mueller, 2. Januar 2018, 22:01 Uhr
Kaum ein paar Tage hält sich der schwarze Schwan in der Gegend von Arbon auf und schon ist er eine Attraktion. Doch Vogelschützern macht dieser Gast keine Freude.

Zahlreiche Spaziergänger flanieren dieser Tage in der Steinacher-Bucht bei Arbon und halten Ausschau nach dem schwarzen Schwan. «Er ist sogar noch schöner als ein weisser», sagt eine Passantin.

Doch Barbara Stoecklin vom Vogelschutzverein Meise hält diesen exotische Gast für eine potentielle Gefahr: «Als einzelner Vogel ist der Trauerschwan kein Problem. Doch diese Art ist ziemlich aggressiv und würde die einheimische Vogelpopulation schnell in Bedrängnis bringen.»

In Holland und Deutschland gibt es bereits Populationen, die frei leben und sich zum Teil stark vermehren. Stoecklin geht davon aus, dass der Arboner Besuch ein Nachkomme eines Trauerschwan-Paares vom Thunersee ist. «Man wollte die Jungen dieses Paares töten, bevor sie ausfliegen, hat es dann aber doch nicht getan», sagt Stoecklin.

Solange der schwarze Schwan in der Steinacher Bucht keine Partnerin findet, dürfte es keine Probleme für die weissen Bodenseeschwäne geben. Zumal er sich nur unter seinesgleichen fortpflanzen kann. Und Spaziergänger dürfen ihn weiterhin bewundern, solange er hier bleibt.

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Angela Mueller
Quelle: agm
veröffentlicht: 2. Januar 2018 20:52
aktualisiert: 2. Januar 2018 22:01