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«Die Krönung meiner Arbeit»

Sandro Zulian, 17. Mai 2017, 15:43 Uhr
Die Buchhandlung zur Rose, direkt am St.Galler Kloster gelegen, hat es geschafft: Sie ist die Buchhandlung des Jahres 2017 und konnte sich gegen zwei andere Finalisten durchsetzen. Die Freude bei der Besitzerin des schmucken Ladens ist riesig.

Wer den Preis des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbands (SBVV) trägt, trägt vor allem viel Prestige mit sich herum. Der Preis für die «Buchhandlung des Jahres» geht dieses Jahr das erste Mal seit seiner Einführung nach St.Gallen. Glückliche Gewinnerin ist Leonie Schwendimann, Besitzerin der Buchhandlung zur Rose. Der Laden liegt eingebettet zwischen Altstadt und Kloster und überzeugt mit seinem ruhigen und charmanten Dasein.

Überglücklich und zufrieden

«Die Freude ist riesig», sagt Leonie Schwendimann und lacht. «Wir waren eine von drei nominierten Buchhandlungen, die alle bestimmt sehr gut und in ihren Regionen äusserst beliebt sind.» Neben der Rose war auch die Buchhandlung «klappentext» in Weinfelden und die Buchhandlung Lüthy in Solothurn nominiert. «Dass die Rose das Rennen gemacht hat, freut uns riesig», sagt Schwendimann. Für die 61-Jährige dürfte es eine doppelte Befriedigung sein, so war die Rose schon 2010, fünf Jahre nach der Eröffnung, für die «Buchhandlung des Jahres» nominiert. Damals klappte es allerdings in der Kategorie «Newcomer» noch nicht für den Preis.

Auf der Kippe

«Unsere Zuversicht schwankte manchmal gefährlich», gibt Schwendimann zu. Zwar haben die drei Frauen, die die Rose schmeissen, alles getan, um ihre Kundschaft und das Umfeld fürs Voting zu mobilisieren. Aber: «In der Buchhandlung Lüthy in Solothurn, die ebenfalls nominiert war, arbeiten 20 Personen. Da hatten wir schon ab und zu ein bisschen Bammel, ob es wirklich reicht für den Preis.» Schwendimann geht davon aus, dass die Rose einen grossen Rückhalt im Quartier, aber auch in der ganzen Stadt St.Gallen geniesst. Und auch die Medien hätten mit ihrer Berichterstattung über die Rose für grosse Aufmerksamkeit in der Region gesorgt.

Das Sahnehäubchen

«Für mich persönlich ist dieser Preis eine Krönung für die Arbeit, die ich schon seit 40 Jahren mache», sagt Schwendimann. Für die 61-jährige ist der Job als Buchhändlerin noch immer sehr abwechslungsreich und spannend. «Für mich ist dieser Preis jetzt die Spitze; ein Sähnehäubchen, sozusagen.»

«Den Laden mal zwei Tage zumachen»

Mit dem Preis für die Buchhandlung des Jahres gehen 5000 Franken Preisgeld einher. «Ich möchte unbedingt mit meinen beiden Mitarbeiterinnen, Alexandra Elias und Isabella Husistein, eine kleine Geschäftsreise machen», sagt Schwendimann. Das habe die Belegschaft der Rose noch nie gemacht. «Meine Mitarbeiterinnen sind schon seit Jahrzehnten leidenschaftliche Buchhändlerinnen. Ich finde, wir müssen nun gemeinsam mal eine solche Reise unternehmen und den Laden zwei Tage zumachen.»

Fest am Samstag

Bevor die drei Buchhändlerinnen aber zur wohlverdienten Geschäftsreise aufbrechen können, muss noch gefeiert werden: «Am Samstag, ab 11 Uhr gibt es in der Rose einen Apéro.» Den ganzen Tag lang werden feine Sachen ausgeschenkt und aufgetischt, sagt Schwendimann: «Wir freuen uns auf möglichst viele Besucher, die die Freude mit uns teilen.»

Leonie Schwendimann war schon vor der Wahl zur Buchhandlung des Jahres zuversichtlich, dass es heuer für den Preis reichen könnte: 

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Sandro Zulian
Quelle: saz
veröffentlicht: 17. Mai 2017 15:17
aktualisiert: 17. Mai 2017 15:43