Vorarlberg

Die St.Galler Regierung will das Vorarlberg nicht

4. November 2019, 08:19 Uhr
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© Keystone
Das Vorarlberg soll als 27. Kanton in die Schweiz aufgenommen werden. Was von Kantonsrat Martin Sailer als humorvoller Vorstoss gedacht war, hatte für Furore gesorgt. Nun hat die St.Galler Regierung geantwortet und das Vorarlberg zeigt ein klein wenig Enttäuschung.

Nein, die Schweiz wird das Vorarlberg nicht aufnehmen. Schon gar nicht willkommen ist das Gebiet ennet des Rheins im Kanton St.Gallen. Nicht, weil man etwas gegen die österreichischen Nachbarn hätte. Es ist schlicht aus staats- und völkerrechtlicher Sicht nicht zu rechtfertigen, antwortet die St.Galler Regierung auf den Vorstoss von SP-Kantonsrat Martin Sailer, wie tagblatt.ch schreibt.

Eine Sezession, wie es diese Ablösung wäre, sei nur zu rechtfertigen, wenn im betroffenen Gebiet Menschenrechte «systematisch und schwer verletzt» würden – was in Vorarlberg «in keiner Weise der Fall» sei, so die etwas gar trockene Antwort der Regierung. Man pflege eine enge und gute Zusammenarbeit, deshalb gebe es keinen Grund an der Kooperation zu rütteln.

Wie man dem Vorarlberger Newsportal vol.at entnehmen kann, löst die Antwort der St.Galler Regierung ein wenig Enttäuschung aus: «Das Vorarlberg bekam nun von der St.Galler Regierung eine klare Abfuhr». Doch auch im Vorarlberg nimmt man die Geschichte eher mit Humor: «Nach dem Rauchverbot atmet Vorarlberg gleich zwei Mal an diesem Wochenende auf», heisst es zum Beispiel in der Kommentarspalte. Seit diesem Wochenende gilt in Österreich das Rauchverbot in allen geschlossenen öffentlichen Räumen.

(agm)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 3. November 2019 12:06
aktualisiert: 4. November 2019 08:19