Diese Frauen wollen Apfelkönigin werden

René Rödiger, 18. September 2017, 07:16 Uhr
Die Finalistinnen für die Wahl zur Thurgauer Apfelkönigin stehen fest. Sechs Kandidatinnen haben an der Olma in St.Gallen die Chance, die Nachfolge Angela Stockers anzutreten.

Einmal im Leben Königin sein. Offenbar noch immer der grosse Traum vieler junger Frauen. Zumindest wenn man sich die Anmeldungen zur Thurgauer Apfelkönigin anschaut. «Mit 60 eingegangenen Bewerbungen haben wir einen Rekord erreicht», sagt Nadja Anderes vom OK Thurgauer Apfelkönigin und Titelträgerin von 2012.

«Wertvolle Sympathieträgerin»

Die hohe Anzahl der Bewerbungen führt Rolf Müller, Geschäftsführer von Thurgau Tourismus, auf den steigenden Stellenwert zurück: «Der Königstitel ist inzwischen weit über unseren Kanton hinaus bekannt. Die Thurgauer Apfelkönigin ist für unseren Kanton eine wertvolle Sympathieträgerin.» Das zeigt sich auch an den Auftritten der amtierenden Königin Angela Stocker: Rund 60 Mal durfte sie an verschiedenen Anlässen für den Kanton, den Apfel und die Sponsoren werden.

Den Titel muss Stocker am 21. Oktober abgeben. Erstmals - und vorerst auch einmalig - wird dies ausserhalb des Kantons Thurgau stattfinden. An der Olma, Thurgau ist als Gastkanton dabei, wird die Nachfolgerin auserkoren. Zur Wahl stehen noch sechs Finalistinnen.

Die Kandidatinnen

Die 20-jährige Lea Rutishauser aus Neukirch-Egnach arbeitet in der Gemeindeverwaltung in Muolen. «Dabei radelt sie fast täglich mitten durch die vielen Apfelbäume zu ihrem Arbeitsort», heisst es. Bereits auf Olma-Erfahrung zurückgreifen kann die 25-jährige Schreinerin Iris Lieberherr: Sie hat bereits zwei Mal am Olma-Kuhrennen teilgenommen.

Tiziana Castauro kommt ursprünglich aus Rickenbach bei Wil und wohnt heute in Rorschach. «Die 22-Jährige arbeitet im Aussendienst und startet jeden Tag mit dem Genuss eines Apfels», schreiben die Organisatoren. Aus Neuhaus bei Hugelshofen kommt die 23-jährige Deborah Neuhaus. Sie ist noch in der Ausbildung zur Wirtschaftsfachfrau. Aufgewachsen ist sie auf dem Hof ihrer Grosseltern - inklusive Apfelplantage.

Auch auf einem Bauernhof ist die 22-jährige Sara Zaugg aus Bischofszell aufgewachsen. Heute arbeitet sie Teilzeit als Kinderbetreuerin und als Köchin. Daneben hilft sie auf dem Bauernhof mit. Aus Bichelsee-Balterswil kommt die 26-jährige Marion Weibel. Sie ist gelernte Verkäuferin und arbeitet heute als Tanzpädagogin und Büroangestellte. Als Kind hat sie jeweils ihren Grossvater beim Auflesen der Äpfel unterstützt.

Die Kandidatinnen stellen sich am Samstag, 21. Oktober, von 13.15 bis 14 Uhr in der Arena der Olma vor. Von 15.30 bis 16 Uhr findet die Wahl der 20. Apfelkönigin statt.

René Rödiger
veröffentlicht: 18. September 2017 07:16
aktualisiert: 18. September 2017 07:16