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Diese Schäden hinterlässt Sturm «Sabine» in der Ostschweiz

Vanessa Kobelt, 11. Februar 2020, 11:51 Uhr
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Quelle: TVO

Der Sturm «Sabine» sorgte am Montag für zahlreiche Einsätze bei Feuerwehr und Polizei in der Ostschweiz. Am stärksten getroffen hat es wohl die Kantone Thurgau und St.Gallen – das Rheintal hingegen wurde für einmal verschont.

Entwurzelte Bäume, Holz auf der Strasse und abgedeckte Dächer: Das Orkantief «Sabine» hat am Montag in der Ostschweiz zahlreiche Schäden angerichtet. Vor allem im Kanton St.Gallen hatten die Feuerwehren alle Hände voll zu tun.

Über 100 Einsätze – aber keine Verletzten

«Wir mussten die örtlichen Feuerwehren in über 30 Gemeinden aufbieten», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. «Im Kanton gab es am Montag weit über 100 Einsätze. Das Wichtigste ist wohl, dass keine Personen verletzt wurden.»

Besonders interessant sei am Sturm «Sabine», dass die Windregionen Rheintal, Werdenberg und Sarganserland grösstenteils verschont blieben. «Dieses Mal war vor allem das Zentrum, also der Raum Fürstenland, Neckertal und das Toggenburg betroffen», sagt Hanspeter Krüsi.

Trotz Sturm im Wald unterwegs

Meist musste die Feuerwehr wegen umgeknickter Bäume ausrücken. «Es gab auch Situationen, bei denen wir den Kopf schütteln mussten», sagt Krüsi. «Bei einem Vitaparcours in Mels zum Beispiel, wurde ein Auto von einer Tanne getroffen. Wer bei so einem Sturm in den Wald geht, hat nicht viel nachgedacht.» Zum Glück sei auch hier niemand verletzt worden.

Im Thurgau fliegen Sachen durch die Luft

Der «gröbste» Schadensfall im Kanton St.Gallen ereignete sich in Rorschach, wo der Sturm «Sabine» ein Firmendach abdeckte, wie FM1Today berichtete. Nicht ganze Dächer, aber viele Ziegel wurden im Kanton Thurgau von den Häusern geweht. Der Sturm wirbelte dort auch Gegenstände durch die Luft und es wurden Autos beschädigt, schreibt die Kantonspolizei in einer Mitteilung. Insgesamt sind im Kanton Thurgau rund 100 Meldungen eingegangen, die meisten ebenfalls wegen umgestürzten Bäumen und heruntergefallenen Ästen.

Baum trifft Auto in Waldstatt

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden ist am Montag mit einem blauen Auge davongekommen. Bei der Kantonspolizei gingen insgesamt 14 Meldungen ein. «Die Einsatzkräfte wurden vorwiegend wegen umgeknickter Bäumen und blockierten Strassen gerufen», sagt Mediensprecher Daniel Manser. «In Waldstatt wurde ausserdem ein Auto von einem Baum getroffen. Der Lenker hat sich dabei zum Glück nicht verletzt.»

«Sabine» ist noch nicht müde

Sehr glimpflich verlief der Sturm «Sabine» am Montag in Appenzell Innerrhoden, dort gab es gar keine Schadensmeldungen. Bei der Kantonspolizei Graubünden sind lediglich vier Meldungen wegen Holz auf der Strasse eingegangen. Auch an den anderen Orten hat sich der Sturm mittlerweile gelegt, aber: Es heisst nur durch – und nicht aufatmen. Voraussichtlich wird der Sturm «Sabine» in der Nacht auf Dienstag nochmals wüten. Nebst Sturmböen erwartet die Ostschweiz auch eine Kaltfront mit Gewittern, Regen und teils Schnee.

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Quelle: TVO

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 10. Februar 2020 17:18
aktualisiert: 11. Februar 2020 11:51