«XY... ungelöst»

Drei Jahre danach: Bankräuber von Wittenbach wird noch immer gesucht

21. Februar 2022, 18:08 Uhr
Im Oktober 2018 wurde in Wittenbach eine Bank überfallen. Der Räuber: Bis heute unauffindbar. Jetzt wenden sich die Behörden an die Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst». Aber warum erst jetzt?
In der Sendung «Aktenzeichen XY ungelöst» konnten bisher rund 40 Prozent aller Fälle aufgelöst werden.
© Keystone

8. Oktober 2018. Tatort: Raiffeisenbank Wittenbach. Ein unbekannter Mann bedroht einen Mitarbeiter mit einer Faustfeuerwaffe und erbeutet mehrere Tausend Franken Bargeld. Mit der Beute im Sack flüchtet er – und taucht seitdem unter. Trotz Veröffentlichung eines Fahndungsfotos konnte der Täter bis heute nicht ausfindig gemacht werden.

So sieht der Bankräuber von Wittenbach aus.
© Kapo SG

Damals wurde der Mann von der Polizei folgendermassen beschrieben: etwa 25 bis 30 Jahre alt, etwa 180 cm gross, schlank, südländischer Typ. Er trug zum Tatzeitpunkt einen Dreitagebart, ein weisses langärmliges Oberteil, dunkle Hosen, schwarze Schuhe, ein schwarzes Baseball-Cap, eine schwarze Umhängetasche sowie eine schwarze Faustfeuerwaffe.

«Aktenzeichen XY... ungelöst» soll bei der Suche helfen

«Es ist unglaublich, dass trotz diesem guten Fahndungsfoto niemand die Person zu kennen scheint», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Aber dies soll sich nun ändern. Rund dreieinhalb Jahre nach der Tat wenden sich die St.Galler Strafverfolgungsbehörden mit dem Fall an die Fernsehsendung «Aktenzeichen XY... ungelöst», um neue Hinweise von der Bevölkerung aus dem europäischen Raum zu erhalten. Damit erhoffen sie sich, neue Erkenntnisse und Ermittlungsansätze zu gewinnen.

Warum wird diese Massnahme so spät ergriffen?

«Für uns ist das die letzte mögliche Fahndungsmassnahme», sagt Krüsi. Die Polizei hat zwar einige Hinweise erhalten, aber alle Ermittlungen sind bisher im Sand verlaufen. «Daraufhin sind wir auf die Idee gekommen, uns bei der Fernsehsendung zu melden. Das Gesuch ist aber schwierig und braucht viele rechtliche Abklärungen, weshalb es ziemlich viel Zeit beansprucht hat», so Krüsi.

In diesem Fall geht es nicht darum, Licht ins Dunkle zu bringen, sondern eine Person zu finden. Deshalb spielt es auch keine grosse Rolle, dass der Fall erst jetzt ausgestrahlt wird. «Der Täter wird immer noch gleich aussehen», sagt Krüsi. Und da er europäisch wirkt, erhoffen sich die Behörden, dass ihn bei diesem Aufruf irgendjemand erkennt.

Ausgestrahlt wird die Sendung am Mittwoch, 23. Februar 2022, ab 20.15 Uhr auf ZDF.

(sgr)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 21. Februar 2022 18:05
aktualisiert: 21. Februar 2022 18:08
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