«Eher Kunst am Fels als eine Schweizerfahne»

Laurien Gschwend, 1. August 2017, 13:38 Uhr
Schon gestern Montag säumte ein Schranz die riesige Schweizerfahne am Säntis, nun ist die Situation gar noch ärger. «Wir lassen uns die Laune nicht verderben», sagt Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn.

«Ich habe heute Morgen das schwarze Shirt angezogen», sagt Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn, gegenüber FM1Today. Pünktlich zum Nationalfeiertag ist die XXL-Schweizerfahne am Säntis an drei Stellen gerissen. «Und mit dem angesagten Sturm wird es wohl eher noch schlimmer», meint Vattioni. «Wir schauen dann morgen, ob überhaupt noch ein Stück Fahne am Fels hängt.»

«Es lohnt sich noch, zum Säntis zu schauen»

Von einer Schweizerfahne könne man kaum noch sprechen, «eher von Kunst am Fels». Man erkenne trotzdem, dass 1. August ist. «Es lohnt sich immer noch, zum Säntis zu schauen», ist Vattioni überzeugt.

Aktuell können Vattioni und sein Team nichts gegen die Risse unternehmen. «Es windet so stark, dass es beinahe die Gläser von den Tischen bläst», sagt er, «bei diesen Bedingungen ist es für die Arbeiter zu gefährlich, die Risse zu flicken».

«Mein Herz tut weh»

Man müsse überlegen, wie man die Fahne in den kommenden Jahren besser erhalten könne. «Mein Herz tut weh. Wir haben nun schon das zweite Mal Pech mit der Fahne.» Auch im vergangenen Jahr war die grösste Schweizerfahne gerissen.

Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 1. August 2017 11:28
aktualisiert: 1. August 2017 13:38