Ein buntes Spektakel auf zwei Flüssen

Stefanie Rohner, 19. Mai 2019, 19:34 Uhr
Wenn Pippi Langstrumpf, die Ghostbusters und Peach auf dem selben Fluss fahren, ist klar: Das Mammut Flossrennen ist in vollem Gang. Das beliebte Rennen zog am Sonntag viele begeisterte Zuschauer an.

Klatschend, pfeifend und lachend feuern die Besucherinnen und Besucher die Flossfahrer auf der Thur und Sitter an. 28 bunte und kreative Flosse starteten in der Originalitätsklasse.

Bis am Sonntagmorgen haben die Veranstalter nicht gewusst, ob das Rennen überhaupt durchgeführt werden kann. «Wir haben gebangt und waren erleichtert, als wir wussten, dass die Bedingungen stimmen», sagt Philipp Eugster vom OK.

«Ihr Spass ist unser Lohn»

Hätte am Sonntag etwas nicht gestimmt, wäre das 45. Mammut Flossrennen ins Wasser gefallen und die Mühe und Arbeit der Veranstalter sowie Flossfahrer wäre umsonst gewesen. Lange war nicht klar, ob das Wetter hält, am Ende kam sogar die Sonne noch hinter den Wolken hervor. Es scheint fast als wäre Petrus eben doch auch Fan des Flossrennens.

«Es ist unglaublich schön, dass es geklappt hat. Wenn es losgeht, weiss ich, die Arbeit hat sich wie immer gelohnt. Die Besucher und die Teilnehmer haben immer viel Spass, das ist ein guter Lohn», sagt Eugster. Er ist seit neun Jahren Teil des OK's und sagt, es gäbe nichts vergleichbares. «Die Leistung der Teilnehmer ist enorm. Sie investieren jedes Jahr hunderte von Stunden in den Bau der Flosse», sagt Eugster. Er schätzt, das rund 20'000 Besucher am Rennen gewesen sein dürften, etwas weniger als im vergangenen Jahr.

Flossrennenluft schnuppern in der Plauschklasse

In diesem Jahr waren wohl aufgrund des unsicheren Wetter weniger Velofahrer unter den Zuschauern. «Es ist ideal mit dem Velo zu kommen. Zudem ist es ein wunderbarer Familienanlass, den man gleich zur Velotour nutzen kann», so Eugster.

Die gesamthaft 35 teilnehmenden Flosse sind in drei Kategorien unterteilt: Die Originaliätsklasse, die Rennklasse und die Plauschklasse. Letztere sei ideal, um einmal Flossrennluft zu schnuppern und die Strecke auszuprobieren, findet Eugster.

Ohne Helfer nicht machbar

Nach ersten kleineren Hürden auf der Strecke kommt in Sitterdorf die erste grössere: Die Flosse müssen eine Rampe hinunterflitzen. Das ist kein leichtes Unterfangen, zumal viele Flosse sehr lang sind. Die Stimmung bei den Zuschauern könnte da aber kaum besser sein. Johlend und klatschend feuern sie die Flössler an.

«Wir sind sehr zufrieden mit diesem Tag. Die Organisatoren - die turnenden Vereine Schöneberg-Kradolf - freut es natürlich, dass uns die Besucher und Sponsoren so aktiv unterstützen. Ohne sie ginge es nicht», sagt Eugster.

Beim Mammut Flossrennen stehen nebst den 15 OK-Mitgliedern jedes Jahr rund 350 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Und wenn am Sonntag alles vorbei ist, machen sich die Beteiligten wieder an die Arbeit, damit auch 2020 der Anker für das Mammut Flossrennen gelichtet werden kann.

Stefanie Rohner
Quelle: str
veröffentlicht: 19. Mai 2019 17:05
aktualisiert: 19. Mai 2019 19:34