Corona-Bilanz

Ein Monat ohne Massnahmen: «Sind noch nicht auf Niveau von vor der Schliessung»

14. März 2022, 19:33 Uhr
Die Zahlen steigen zwar, doch die Lage in den Spitälern ist stabil – das ist die aktuelle Coronasituation. TVO hat sich nach einem knappen Monat ohne Massnahmen in der Gastronomie und der Fitnessbranche umgehört – die Bilanz ist erfreulich, aber nicht überwältigend.
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Quelle: tvo

Knapp ein Monat ist es her seit der Bundesrat um Gesundheitsminister Alain Berset die meisten Coronamassnahmen aufgehoben hat. Wohl eine Auswirkung der Lockerungen: Sowohl die Neuinfektionen als auch die Hospitalisationen sind am Montag im Vergleich zur Vorwoche deutlich höher. Grund zur Besorgnis ist das allerdings bisher kaum. Denn die Lage in den Spitälern ist aktuell nicht alarmierend. 

«Annähernder Normalbetrieb» im Kantonsspital St.Gallen

Am St.Galler Kantonsspital herrscht beispielsweise annähernd Normalbetrieb, wie Mediensprecher Philipp Lutz gegenüber TVO sagt: «Auf der Intensivstation gibt es aktuell zwei Personen, die wegen Corona behandelt werden müssen.» Diese Menge sei ohne Probleme zu betreuen – die Zahl sei zudem auf tiefem Niveau stabil. Auf den Normalstationen sei die Zahl mit derzeit etwa 30 Patienten höher, allerdings seien auch diese Zahlen beinahe im normalen Betrieb zu stemmen.

Keine Massnahmen in der Gastronomie: «Schön»

Wie sieht die Lage auf wirtschaftlicher Seite aus, in den Branchen, die während der Pandemie besonders gebeutelt wurden? Für Irene Baumann, Vizepräsidentin von Gastro St.Gallen und Wirtin im Restaurant Rössli in Flawil, lässt sich die Beinahe-Normalität mit einem Wort beschreiben: «Schön. Ich habe einige Leute zwei Jahre lange nicht gesehen hier. Es ist toll, dass diese jetzt wieder einkehren.» Das treffe besonders auch auf Vereine zu – weil diese nicht ihrem üblichen Vereinsleben nachgehen konnten, wollten oder durften, seien sie in den vergangenen zwei Jahren auch nicht ins Rössli gekommen.

Einnahmen noch nicht auf Vor-Corona-Niveau

Trotz der aktuell erfreulichen Situation, werden die Folgen der Pandemie noch länger zu spüren sein. «Das ist wie bei einem Unfall. Die Narbe wird man noch länger sehen und diese muss noch heilen», so Baumann. Besonders in finanzieller Hinsicht sei man noch überhaupt nicht dort, wo man vor der Schliessung war – das gelte wohl noch für einige Betriebe in der Gastronomie.

Baumann schätzt aktuell besonders die vielen freundlichen Begegnungen mit Menschen, die während der massnahmengeprägten Zeit nicht zustandekamen. Obwohl das teilweise auch wieder für kurze Nächte sorge, fügt sie schmunzelnd an.

Wie das Fazit einer Fitnesscenter-Betreiberin nach einem knappen Monat ohne einschränkende Massnahmen aussieht, siehst du im Video.

(con)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 14. März 2022 19:33
aktualisiert: 14. März 2022 19:33
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