Start-Up

Erster autonomer Supermarkt der Schweiz könnte in der Ostschweiz entstehen

26. Februar 2022, 12:13 Uhr
Ein Start-Up mit St.Galler Wurzeln will das Einkaufen in der Schweiz revolutionieren. Mit der Einführung von computergesteuerten Kassensystemen in Supermärkten sollen Einzelhändler Betriebskosten sparen und den Umsatz steigern können.
Greifen und gehen: Start-Up will das Einkaufen revolutionieren.
© GettyImages

Die Idee ist relativ simpel: Der Kunde oder die Kundin betritt einen Laden, packt die gewünschten Artikel direkt ein und verlässt den Laden wieder. Dies, ohne den Einkauf selbst zu scannen oder an der Kasse zu warten. Abgewickelt wird die Zahlung elektronisch, also beispielsweise über die Kredit- oder EC-Karte. Der erste sogenannte Grab-and-Go-Laden der Schweiz könnte in der Ostschweiz entstehen.

Kosten einsparen – Diebstahl verringern

Entwickelt wurde die Softwareplattform unter anderem von ehemaligen HSG-Absolventen. «Diese Automatisierung kann Ladendiebstahl verhindern und den Umsatz um mehr als 30 Prozent steigern, während die Personalkosten um bis zu 80 Prozent sinken», sagt Maran Pereirasamy, COO der Entwicklerfirma AI Retailer Systems.

Dabei gehe es nicht darum, Personal einzusparen. Dieses würde bei diesem System trotzdem gebraucht, sagt Pereirasamy. So zum Beispiel für das Auffüllen der Regale. «Die Läden können dazu 24/7 offen haben und ein solches System könnte an Orten eine Bereicherung sein, wo es keine Läden mehr hat.» Hohe Betriebskosten für Einzelhändler würden mit diesem Grab-and-Go-System wegfallen.

150'000 Franken Unterstützung

Der geplante Prototyp – er könnte laut den Entwicklern in der Ostschweiz getestet werden – soll der erste autonome 24/7-Grab-and-Go-Laden in der Schweiz werden. Ein ähnliches Projekt testet bereits die Kioskkette Avec. Allerdings müssen dort die Kundinnen und Kunden ihre Ware selbst scannen.

Das AI Retailer Systems Team, welches Wurzeln in der Ostschweiz hat, will das Einkaufen revolutionieren. 

© zVg

Das Projekt der den ehemaligen HSG-Studenten scheint bei Detailhändlern und auch Investoren auf Anklang zu stossen. Gerade kürzlich erhielt das Start-Up von Venture Kick 150’000 Schweizer Franken für die Einführung von computergesteuerten Kassensystemen in Supermärkten. Dazu würden nun weitere Investorinnen und Investoren gesucht.

(lae)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 26. Februar 2022 12:12
aktualisiert: 26. Februar 2022 12:13
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