Fitness Liechtenstein

«Es gibt Schweizer, die ein Monatsabo lösen»

1. März 2021, 11:42 Uhr
Liechtensteiner Fitnessstudios haben vermehrt Anfragen aus der Schweiz erhalten.
© GettyImages
Im Fürstentum Liechtenstein dürfen ab heute Montag die Fitness-Zentren wieder öffnen. Gemäss Robert Beck, Inhaber zweier Studios in Liechtenstein, gab es bereits am Vormittag die ersten Besucher und einige Schweizer hätten nach Monatsabos gefragt.

«Wir sind froh, dürfen wir wieder öffnen. So können wir zumindest versuchen, vor dem Sommer noch einen Teil des Umsatzes wieder herein zu holen.» Robert Beck ist Inhaber des Fitnesshauses in Schaan und des Kokon Fitness & Spa in Ruggell. Beide dürfen ab heute Montag wieder öffnen – die Liechtensteiner Regierung beschloss, anders als die Schweiz, eine Öffnung der Sport- und Freizeitanlagen ab dem 1. März.

Viele wollen ins Fitness

«Wir hatten bereits am Vormittag einige Gäste in den Fitnesszentren – gegen Abend dürften es noch mehr sein.» Auch Anfragen aus der Schweiz seien bereits eingegangen: «Uns haben vermehrt Schweizer und Schweizerinnen kontaktiert, die gerne ein Monatsabonnement lösen wollen, bis die Zentren in der Schweiz wieder öffnen.» Das Bedürfnis nach einem Besuch im Fitnessstudio sei noch immer gross.

Vermutlich aber nicht mehr allzu lange: «Im Sommer werden die Fitnesszentren deutlich weniger besucht. Wir können dann das verloren gegangene Geschäft nicht wieder herein holen», sagt Beck. Schwierig sei die Situation auch für das Kokon Spa: «Im Sommer werden Thermalbäder seltener benutzt.»

Insgesamt musste Robert Beck den Kunden die Abonnements aufgrund der Corona-Schliessungen um viereinhalb Monate verlängern – das bedeute einen grossen Verlust.

Viele Existenzen wurden vernichtet

Jonathan Jehle, Präsident des Liechtensteiner Fitness und Bodybuilding Verbands und selbst Bodybuilding-Athlet, findet es gut, dürfen die Zentren wieder öffnen und er vermutet einen grossen Ansturm: «Es gibt viele, die ins Gym gehen wollen.» Dennoch hätten die Coronamassnahmen vielen Zentren den Kopf gekostet: «Gewisse Leute haben ihre ganze Existenz verloren – ich fand die Massnahmen sehr extrem.» Er kritisiert die Massnahmen auch deshalb, weil in Fitnesszentren auf grossen Flächen trainiert werde und es bewiesen sei, dass sich dort kaum Leute anstecken.

(abl)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 1. März 2021 15:36
aktualisiert: 1. März 2021 11:42