Es sieht schlecht aus für das Frühfranzösisch

Laurien Gschwend, 3. Mai 2017, 12:14 Uhr
Der Thurgauer Grosse Rat debattiert am Mittwoch über die Frühfranzösisch-Abschaffung.
Der Thurgauer Grosse Rat debattiert am Mittwoch über die Frühfranzösisch-Abschaffung.
© KEYSTONE/Walter Bieri
Der Thurgauer Grosse Rat berät heute Mittwoch in Frauenfeld, ob er sich vom Frühfranzösisch verabschieden soll. Aktuell stehen die Zeichen auf eine Abschaffung.

Der Artikel im Volksschulgesetz soll gemäss der Vorlage wie folgt lauten: «Französisch wird als zweite Fremdsprache erst auf der Sekundarstufe 1 unterrichtet.» Der Grosse Rat tritt mit 68:53 Stimmen auf die Vorlage zur Frühfranzösich-Abschaffung ein. «Jetzt Behördenreferendum?», fragt sich der grünliberale Kantonsrat Ueli Fisch auf Twitter:

«Es wird knapp!», zeigte auch eine Umfrage der «Thurgauer Zeitung» bei den Fraktionspräsidien. Die grösste Fraktion des Parlaments, die SVP mit 44 Sitzen, wolle den Französischunterricht aber auf die Sekundarstufe verschieben. Im Grossen Rat liegt das absolute Mehr bei 66 Stimmen, insgesamt gibt es 130 Sitze.

«Grosser Rat sucht den Superstar» - Hanspeter Heeb (GLP) sang am Mittwochmorgen ein französisches Lied:

Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 3. Mai 2017 12:07
aktualisiert: 3. Mai 2017 12:14