Anzeige
Romanshorn vs. Arbon

«Es war unter aller Sau, was ihr geboten habt»

11. August 2021, 08:47 Uhr
Am 21. Juni dieses Jahres eskalierte ein Match der A-Junioren zwischen dem FC Romanshorn und dem FC Arbon. Ein Spieler verlor dabei das Bewusstsein. Jetzt haben sich die beiden ehemaligen Streithähne versöhnt – doch damit ist der Fall noch lange nicht gegessen.
Zur Versöhnung tauschen die beiden Teams ihre Leibchen aus und wollen miteinander essen gehen. Das eingeleitete Verfahren des Ostschweizer Fussballverbands läuft weiter.
© Donato Caspari / St.Galler Tagblatt

Gegen Ende Juni trafen die A-Junioren von Romanshorn und Arbon in einem Ligaspiel aufeinander. Nach dem 3:2-Sieg der Romanshorner kam es zu einem Handgemenge.

Dabei ging ein Romanshorn-Fussballer zu Boden und verlor das Bewusstsein. Sogar seine Zunge soll er verschluckt haben (FM1Today.ch berichtete).

Leibchentausch als Zeichen des guten Willens

Wie das «Tagblatt» heute berichtet, haben sich die beiden Streithähne offenbar versöhnt, heisst es: «Sie wollen ein Zeichen setzen und das aus ihrer Sicht falsche Bild korrigieren, das sich die Öffentlichkeit von ihnen gemacht hat.» Die jungen Männer haben öffentlichwirksam ihre Leibchen ausgetauscht und wollen miteinander essen gehen.

Der Fall ist allerdings noch nicht abgeschlossen: Das vom Ostschweizer Fussballverband eingeleitete Verfahren ist nach wie vor hängig. Es sei noch immer nicht klar, was an diesem 21. Juni genau passiert sei, sagt Juniorenobmann des FC Romanshorn, Anton Landolt: «Es gibt sehr viele verschiedene Versionen.»

Harte Strafen, trotz Versöhnung

Trotz dieser Versöhnung findet der Trainer aber auch klare Worte an seine Schützlinge: «Es war unter aller Sau, was ihr geboten habt.»

Gemäss «Tagblatt» will der Ostschweizer Fussballverband beide Trainer und je fünf Jugendliche für fünf Spiele sperren. Einer der Junioren darf sich gar bis nächsten Juli keine Hoffnungen auf einen Einsatz machen. Hinzu kämen Bussen in der Höhe von über 2000 Franken. Wann mit einem Urteil zu rechnen ist, ist noch nicht bekannt. Die beiden Teams haben mit aufschiebender Wirkung Einspruch erhoben. Bis der Fall abgeschlossen ist, sind beide Teams aus dem Spielbetrieb gesperrt.

Quelle: St.Galler Tagblatt
veröffentlicht: 10. August 2021 19:13
aktualisiert: 11. August 2021 08:47