Fall Ylenia: Staatsanwaltschaft erklärt sich

Angela Mueller, 7. März 2019, 11:27 Uhr
Nachdem verschiedene Medien von mehreren möglichen Tätern im Fall Ylenia berichtet haben, begründet die St.Galler Staatsanwaltschaft jetzt, weshalb sie die Strafuntersuchung nicht wieder aufnimmt. FM1Today berichtet live.

Die fünfjährige Ylenia wurde 2007 in Appenzell entführt. Für die St.Galler Staatsanwaltschaft gilt der Fall als abgeschlossen. Sie geht davon aus, dass der damals 67-jährige Hans Urs von Aesch das Mädchen entführte und im Wald bei Oberbüren getötet hat.

Von Aesch hatte zudem einen Mann angeschossen, der ihm im Wald begegnet war, danach brachte sich der 67-Jährige gemäss Polizeierkenntnissen um. Die Leiche des Mädchens wurde erst rund drei Wochen später in der Nähe vergraben gefunden. Allerdings nicht von der Polizei, die das Gelände untersucht hatte, sondern von einer Privatperson aus Winterthur.

Die Aussagen einer Zeugin wurde von den Untersuchungsbehörden, wie es scheint, nicht weiter verfolgt. Sie sagt, sie habe das Mädchen, zusammen mit mindestens zwei Personen in einem Kastenwagen gesehen. Ein weiterer Zeuge stützt die Theorie, dass Von Aesch einen Mittäter gehabt haben könnte (FM1Today berichtete).

Die Staatsanwaltschaft  will die Ermittlung nicht wieder aufnehmen. An der heutigen Medienkonferenz nimmt sie dazu Stellung.

Den Liveticker zum Nachlesen gibt es hier:

Angela Mueller
veröffentlicht: 7. März 2019 09:00
aktualisiert: 7. März 2019 11:27