Coronavirus

Fallzahlen in der Schweiz steigen: So geht es den Spitälern

13. März 2022, 07:12 Uhr
Seit der Lockerung der Massnahmen steigen die Corona-Fallzahlen wieder stetig an. Die Hospitalisationsrate erhöht sich aber nur mässig – weshalb sich die Situation in den Spitälern im FM1-Land weiterhin nicht angespannt ist. Trotzdem, die Spitäler bereiten sich bereits jetzt auf kommenden Winter vor.
Trotz steigender Fallzahlen ist es bisher ruhig in den Spitälern.
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Nach der Lockerung fast aller Massnahmen am 17. Februar hat sich das Leben für viele in eine normale Richtung gedreht. Es finden wieder vermehrt Veranstaltungen statt und auch die Fasnacht wurde vielerorts durchgeführt.

Aber: Die Fallzahlen in der Schweiz steigen wieder. Teils in Rekordhöhen, wie das Tagblatt berichtete. In den Spitälern in den beiden Appenzell ist es aber bis jetzt ruhig. Und auch in den Spitälern in der Ostschweiz und Graubünden wirken sich die hohen Infektionszahlen nicht wesentlich auf die Hospitalisationen aus.

Keine Auffälligkeiten im KSGR

Am Kantonsspital Graubünden ist die Situation stabil und der Betrieb kann regulär geführt werden. Im Spital sind 32 Patienten mit Corona hospitalisiert, drei davon auf der Intensivstation. «Es gibt zwar einen Anstieg der Fälle, aber wenige, die auf die Intensivstation verlegt werden müssen», sagt Dajan Roman, Mediensprecher des Kantonsspitals Graubünden.

Auch beim Personal läuft momentan alles rund. «Bis jetzt ist noch alles gut durchführbar. Auf einigen Stationen wird es zwar manchmal eng, das lässt sich aber dank Mehreinsätzen der Mitarbeitenden gut kompensieren», so Roman.

Auch am KSSG herrscht Normalbetrieb

«Die Aufhebung fast aller Massnahmen hat bisher zu keiner wesentlichen Zunahme von Hospitalisationen geführt – abgesehen von einzelnen Schwankungen», sagt Philipp Lutz, Mediensprecher des Kantonsspitals St.Gallen. Das Spital befindet sich im Normalbetrieb und auch die Anzahl an Neueintritten von Patienten mit Covid-Erkrankung bleibt stabil auf einem tiefen Niveau.

Aktuell sind 27 Patienten auf den Bettenstationen und zwei Patienten auf der Intensivstation hospitalisiert. «In den letzten Tagen gab es zwar eine leichte Zunahme, die Zahlen sind aber auch auf den Stationen mehrheitlich konstant geblieben», so Lutz. Auch die Personalsituation sei trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle kompensiert.

Das Kantonsspital Thurgau äussert sich auf Anfrage nicht zur momentanen Situation.

Bereits Vorbereitungen auf allfälligen Corona-Winter

Die Kantone bereiten sich bereits jetzt auf erneute Auslastungsspitzen in den Spitälern im kommenden Herbst und Winter vor, wie es in einer sda-Mitteilung heisst. Der Vorstand der kantonalen Gesundheitsdirektoren hat sieben Empfehlungen abgegeben. Dazu gehören bewährte Corona-Massnahmen wie das Verschieben von dringenden Operationen oder das Schaffen von temporären Intensivplätzen.

Eines der grössten Probleme ist aber immer noch die Knappheit von qualifiziertem Fach-Personal. Hier soll es spezielle Anreize geben um zusätzliches Personal zu beschäftigen. Langfristig muss aber so schnell wie möglich die Ausbildungsoffensive im Pflegebereich umgesetzt werden.

(sgr)


Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 13. März 2022 07:12
aktualisiert: 13. März 2022 07:12