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Starke Regenfälle

Feuerwehr pumpt in Berneck 3500 Kubikmeter Wasser ab

7. Juni 2021, 16:44 Uhr
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Quelle: FM1Today

Überschwemmungen und Flüsse mit kritischem Wasserstand – der Regen hat die Ostschweiz im Griff. Auf einer Baustelle in Berneck hat die Feuerwehr rund 3500 Kubikmeter Wasser abgepumpt, das ist etwa so viel wie 25'000 Badewannen. Der Meteorologe gibt Entwarnung.

Der starke Regenfall beschäftigt die Ostschweiz. Die Wasserstände der Flüsse sind an vielen Orten höher als normal. Auch die Feuerwehr spürt die aussergewöhnliche Lage. «Das ist heute bereits unser fünfter Einsatz», sagt Silvio Gablick, Einsatzleiter der Feuerwehr Berneck Au Heerbrugg, am Montagmorgen um 11 Uhr. Bisher seien es aber nur kleinere Einsätze gewesen, wie ein Keller eines Einfamilienhauses, der ausgepumpt werden musste.

3500 Kubikmeter Wasser in 10 Stunden abgepumpt

Der Einsatz in Berneck gestaltete sich komplizierter: Die Baustelle rund um eine Fleischverarbeitungsfirma wurde vom Regen überschwemmt. An gewissen Stellen erreichte das Wasser eine Tiefe von über einem Meter. Insgesamt liegen rund 3500 Kubikmeter Wasser auf der Baustelle. Zum Vergleich: Das ist das Volumen eines olympischen Schwimmbeckens. Problematisch ist das weil, in den Innenräumen der Fabrik die Arbeit weitergehen muss: «Die Trafostation ist nur durch eine Holzwand geschützt. Wir versuchen nun zu verhindern, dass das Wasser so weit vordringt.» Der Feuerwehr rechnet mit einem Einsatz von über zehn Stunden. Denn auch wenn alle verfügbaren Pumpen im Einsatz seien, könne man nicht zu viel Wasser auf einmal abpumpen: «Sonst überfordern wir die anderen Schächte und das gesamte Abflusssystem. Das würde nur zu neuen Überschwemmungen führen.»

Die Feuerwehr ist vorbereitet

Trotz des hohen Arbeitspensums bleibt der Einsatzleiter gelassen: «Wir sind bereit und erhalten Unterstützung von anderen regionalen Feuerwehrtruppen.» Die Situation sei aus vergangenen Jahren bekannt und die Regenunterbrüche sorgen zusätzlich für eine Entspannung der Lage.

«Zum Wochenende entspannt sich die Lage»

Die Wettersituation bleibe weiter unbeständig, sagt Reto Vögeli, Meteorologe von Meteonews Schweiz. «Erst zum Wochenende entspannt sich die Lage. Bis und mit Donnerstag muss weiter mit Regenfällen gerechnet werden», sagt Vögeli. Der Wasserpegel könne also noch eine Weile im kritischen Bereich bleiben. Ein grossflächiges Hochwasser hält er aber für unwahrscheinlich: «Es kommt immer wieder zu trockenen Phasen, während denen sich die Lage beruhigen kann.»

(mau)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 7. Juni 2021 16:01
aktualisiert: 7. Juni 2021 16:44